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NWZonline.de Region Cloppenburg Kultur

Neues Schmuckstück fast fertig

04.05.2018

Elisabethfehn Mit der Stille ist es bald vorbei. Ab Sonntag wird es wieder lauter in der katholischen St.-Elisabeth-Kirche in Elisabethfehn. „Das sind jetzt die letzten Pfeifen. Danach wird nur noch etwas feinjustiert und dann kann es losgehen“, sagt Willehard Schomberg. Der Orgelbauer war in den vergangenen Wochen fast jeden Tag in der Kirche, um die neue Orgel einzubauen. „Sie ist jetzt schon intoniert und muss jetzt am Freitag noch fertig gestimmt werden“, so Schomberg. Denn spätestens am Sonntag muss alles sitzen: in einem Pontifikalamt mit Weihbischof Wilfried Theising wird das neue Instrument feierlich eingeweiht.

Damit die gebrauchte Orgel, die aus einer entwidmeten evangelischen Kirche aus dem nordrhein-westfälischen Siegerland stammt, überhaupt auf den Orgelboden passte, musste vieles getan werden. „Die alte Orgel war kompliziert durch ein Loch in der Mauer in den Kirchturm hineingebaut worden. Dieses Loch wurde zugemauert und die neue Orgel nimmt so natürlich mehr Platz auf dem Orgelboden ein – hat aber eine viel bessere Akustik“, verrät der Orgelbauer aus Kamperfehn. Trotzdem kam es in den vergangenen Monaten zu keiner Verspätung, obwohl die Frist mit dem Einweihungsgottesdienst an diesem Sonntag von Anfang an gesetzt war.

Pontifikalamt am Sonntag

Zur Einweihung der neuen Orgel in der St.-Elisabeth-Kirche in Elisabethfehn kommt auch Weihbischof Wilfried Theising an den Kanal. Am kommenden Sonntag, 6. Mai, wird um 14.30 Uhr dafür ein Pontifikalamt in der Kirche gefeiert.

Die Singgruppe St. Elisabeth wird den Gottesdienst mitgestalten. Im Anschluss gibt es Kaffee, Tee und Kuchen sowie das ein oder andere Kaltgetränk beim Papst-Johannes-Haus. Um die Organisation kümmert sich die Kindertagesstätte „Die Arche“.

Bespielt wurde die neue Orgel natürlich auch schon. „Für den Organisten ist das neue Instrument natürlich auch eine Umgewöhnung, da diese Orgel rein mechanisch ist“, so Schomberg. Da macht es auch nichts, dass ein paar Pfeifen gefehlt haben. „Es gibt ja noch über 1000 andere Pfeifen in der Orgel“, sagt Schomberg mit einem Schmunzeln. Die steigenden Temperaturen helfen übrigens auch beim Stimmen des Instruments. „Die Orgel hat dann einen ganz anderen Klang“, so Schomberg.

Die neue Orgel hat einen Kaufpreis von 18 500 Euro. Für den Abbau- und Wiedereinbau sowie die Intonation entstehen zusätzliche Kosten in Höhe von 32 500 Euro, so dass die Kirchengemeinde insgesamt 51 000 Euro bezahlen muss. Das kann die Institution aber nicht allein stemmen – sie ist auf Spenden aus der Bevölkerung angewiesen, da sich das Bischöflich Münstersche Offizialat aus Vechta nicht an der Aktion beteiligt.

Auch die Kollekte an diesem Sonntag ist für die Orgel bestimmt. Doch wer spenden möchte, kann sich auch so beteiligen. „Ab einer Spende von 50 Euro aufwärts können Spender auf Wunsch eine alte Orgelpfeife über Orgelbau Schomberg in der Größe aufsteigend bekommen“, gibt die Kirchengemeinde bekannt.

Heiner Elsen
Friesoythe
Redaktion Münsterland
Tel:
04491 9988 2906