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NWZonline.de Region Cloppenburg Kultur

Diekmanns Mühle wird saniert

08.06.2019

Essen Seit 2014 steht Diekmanns Mühle in Essen ohne Flügel weithin sichtbar als Torso und schien dem Verfall preisgegeben zu sein. Damit soll jetzt Schluss sein. Mit dem Aufstellen eines Bauschilds wurde nun symbolisch der Start für die Sanierung signalisiert.

Ideeller Träger ist der „Arbeitskreis Sanierung der Diekmanns Mühle“. Dazu gehören Bernd Perk und Thomas Middendorf vom Heimatverein Essen, Bürgermeister Heiner Kreßmann, sein Vorgänger Georg Kettmann, Eigentümerin Bernadette Wichmann sowie Andrea Moormann, Herbert Schröder und Andreas Wegmann von der Untere Denkmalschutzbehörde. „Die Untere Denkmalschutzbehörde unterstützt die Aktivitäten der Gruppe, um die dringend gebotene Sanierung der Mühle voran zu bringen“, so Wegmann.

Dr. Michael Schimek vom Museumsdorf Cloppenburg hat in einem Gutachten auf die kulturhistorische Bedeutung von Diekmanns Mühle als Galerieholländermühle hingewiesen. „Aufgrund ihrer Höhe und einsamen Lage besitzen Windmühlen eine im Wortsinne herausragende kulturlandschaftsprägende Bedeutung. Dies gilt besonders für Diekmanns Mühle, die sich als eines der wenigen noch erhaltenen Exemplare dieses Mühlentyps in Ortsrandlage am Originalstandort präsentiert. Die Mühle verfügt über weit überdurchschnittlich viel originale Bausubstanz,“ so der Sachverständige.

Insbesondere die Konstruktionshölzer seien in gutem Zustand. Hinzu komme die noch weitgehend komplette Mahltechnik, die aus zwei Mahlgängen und einem „Sechskanter“ zum Aussieben verschiedener Mehlfeinheitsgrade besteht. Eine solch hochwertige Ausstattung finde sich nur noch äußerst selten.

Nach der Sanierung ließe sich die Mühle bei entsprechender Betreuung als lebendiges Anschauungsobjekt für die aktuell sehr relevanten Fragen der Energiegewinnung, Nahrungsmittelproduktion und Ernährung für Besucher aller Altersgruppen nutzen. Zugleich würde sie als ein ortsbildprägender architekturgeschichtlicher Identifikationsanker das Heimatpotenzial der Region nachhaltig stärken, so Schimek. Aus diesen Gründen unterstütze das Museumsdorf Cloppenburg die Anstrengungen zum Erhalt der Mühle.

Die Mühle wurde 1650 erbaut und hat eine wechselvolle Geschichte. Nach der Übernahme durch Franz Gerhard Diekmann wurden ein neues Wohnhaus errichtet und 1863 umfangreiche Verbesserungen an der Mühle vorgenommen. 1865 wurde ein Backhaus erbaut. 1979 übernahm der Heimatverein Essen die Mühle. In drei Bauabschnitten wurde die Mühle komplett saniert.

Zu den jetzt zahlreichen geplanten Maßnahmen zählen vor allem die Schräglage des Achtkants, die ausgeglichen werden muss. Beschädigt sind die Schindeleindeckung der Kappe und des Achtkants, der Stert, die Schoren und der Spreetbalken sowie die Galerie. Diese Bauteile sind zu erneuern. Um die Mahlfunktion der Mühle zu erhalten, ist auch die Sanierung der Mühlentechnik (Stirnrad, Kammräder, Wellen, Mahlsteine) erforderlich. Diese Maßnahmen können zu einem späteren Zeitpunkt erfolgen, sind aber in der Kostenschätzung von rund 500 000 Euro berücksichtigt.

Das Land Niedersachsen, der Landkreis Cloppenburg sowie die Gemeinde Essen wollen erhebliche Zuwendungen bereitstellen. Der Heimatverein und die Eigentümerin haben Eigenmittel eingeplant.

„Am Pfingstmontag ist die Mühle von 13 Uhr bis 17.30 Uhr geöffnet. Es gibt kühle Getränke und Würstchen“, lädt Bernd Perk die Bevölkerung ein.

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