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NWZonline.de Region Cloppenburg Kultur

Fabian Arends treibt im Fluss der Töne

15.10.2013

Friesoythe /Köln Die meisten Wochenenden im Terminkalender von Fabian Arends sind bis ins kommende Jahr geblockt. Der junge Jazz-Schlagzeuger, der seit drei Jahren in Köln lebt, hat gut zu tun, kein Wunder: Trotz seiner erst 23 Jahre hat er längst einen Namen in der Szene.

Die Erfolgsgeschichte geht weiter – sicher auch nach dem Studium, das sich langsam dem Ende neigt. Im März 2010 hatte die NWZ  über den ersten großen Erfolg des Friesoythers berichtet: Der damals 19-Jährige hatte mit seinem Jazz-Ensemble „Jazz from the North“ den Praetorius Musikpreis des Landes Niedersachsen erhalten. Einige Preise sind seither dazugekommen, berichtet Fabian Arends, der in Köln bei Professor Michael Küttner Jazz-Schlagzeug studiert. In diesem Jahr erhielt er den Sparda Jazz-Award in Düsseldorf mit dem Louis-Stapleton-Trio. Auch große Auftritte gab und gibt es reichlich, so in diesem und im Vorjahr beim Audi-Jazz-Festival Cologne (Arends: „Ein super Festival“).

Dabei mag der gebürtige Friesoyther auch ganz gern die Gigs in kleinen Clubs. „Man kann sich auf die Akustik verlassen und ist dem Publikum viel näher – ganz wie in der alten Jazz-Tradition“.

In Köln gebe es wie in keiner anderen deutschen Stadt viele Clubs, in denen guter Jazz gespielt werde, und einen „Pool an hervorragenden Jazz-Musikern“, sagt Fabian Arends im Gespräch mit der NWZ . Die Entscheidung, nach Köln zu gehen, sei deshalb „genau richtig“ gewesen.

Dabei pflegt der 23-Jährige die Vielfalt: Simon-Seidl-Trio, Christoph-Möckel-Quintett, Thomas-Rückert-Trion, Roar, Philipp-Brämswig-Trio, Trumann Doktrin, Bloom – um nur einige Gruppen zu nennen, mit denen Fabian Arends auf der Bühne steht.

Ganz spannend: An der Seite des renommierten Jazz-Pianisten Hubert Nuss tourte Fabian Arends als musikalische Begleitung des Schauspielers Sebastian Koch (Das Leben der Anderen, Stirb langsam – Ein guter Tag zum Sterben). Koch las aus Arthur Schnitzlers „Traumnovelle“, während die Musiker von Nuss komponierten Jazz dazu spielten.

„Man kann gut durchkommen, wenn man sich breit aufstellt“, erklärt Arends. Denn als Jazz-Musiker über die Runden zu kommen, sei nicht einfach, Fördergelder gebe es kaum. Gerade in Köln wirft aber der Jazz sein verstaubtes Image ab. Immer mehr junge Menschen kämen in die Clubs, sagt der Musiker, der Jazz-Legende Miles Davis und Saxophonist und Komponist Wayne Shorter als Vorbilder nennt.

Anspruchsvoll, ja, aber eine bestimmte musikalische Richtung? Nein, einordnen lassen möchte er sich nicht. „Ich versuche, keine großen Grenzen zu ziehen.“ „Große Offenheit“ – die mag Fabian Arends auf der Bühne, Improvisation ist die Maxime, auch, um mit Widrigkeiten der Bühnen und der Technik umzugehen. Musik nicht reproduziert, sondern im Entstehen, immer wieder neu. Arends: „Jeden Abend kann etwas Neues entstehen.“

Der Weg zum Schlagzeug führte – „ganz Klischee“ – über die Kochtöpfe in der Küche, dann Big Band des Albertus-Magnus-Gymnasiums in Friesoythe, Bigband Bösel, dann zwei Jahre im Landesjugendjazzorchester Niedersachsen, seit zwei Jahren jetzt auch im Bundesjugendjazzorchester. Mit Letzterem war er in Afrika auf Tour, im Senegal und Guinea-Bissau – Arends: „bei den Wurzeln des Jazz’“.

Und die Zukunft? In New York leben und dort spielen, mit dem Gedanken spielt Fabian Arends derzeit. In Frie-soythe sei er noch regelmäßig – „zum Runterkommen“ fernab der Jazz-Szene.

Reiner Kramer
stv. Redaktionsleitung Friesoythe
Redaktion Münsterland
Tel:
04491 9988 2901

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