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NWZonline.de Region Cloppenburg Kultur

Tausende verfolgen den großen historischen Festumzug

02.09.2019

Falkenberg 34 Festwagen, viele Fußgruppen, begleitet von Musikkapellen aus Beverbruch, Garrel und Kellerhöhe: Das 650-Seelen-Dorf Falkenberg hat am Sonntag eindrucksvoll unter Beweis gestellt, was es unter ihrem Leitbild: „Gemeinschaft im Sinn – Tradition im Herzen – Zukunft im Blick“ versteht. Wohl kaum ein Falkenberger, der nicht beim Festumzug aktiv beteiligt war.

Tausende Besucher säumten die Straßen und jubelten dem historischen Festumzug, der entlang einer rund zwei Kilometer langen Strecke durch den Ort zog, zu. Die Straßengemeinschaften, Gruppen und Vereine ließen auf ihren Festwagen Geschichte lebendig werden: Themen waren etwa Hochzeit früher, Ernte, Sternsinger, Schule anno dazumal. Ein Schafstall wurde auf einen Wagen gebaut, ein Hökerwagen fuhr ebenso mit wie der Nachbau der Kirche. In Kutschen ging es für die Ehrengäste durchs Dorf, mit dabei: die Garreler Geistlichen, die CDU-Bundestagsabgeordnete Silvia Breher, Landrat Johann Wimberg, Landtagsabgeordneter Karl-Heinz Bley, der stellvertretende Garreler Bürgermeister Herbert Holthaus sowie Ehrenbürgermeister Rudi Bley und Altbürgermeister Ludger Mayhaus.

Die Festivitäten waren bereits am Samstag im Festzelt gestartet. Nach der Festmesse, in der der gebürtige Falkenberger Pater Fritz Wieghaus die Predigt mit Bezug zu Falkenberg gehalten hatte, betonte Thomas von Höfen, Vorsitzender der Dorfgemeinschaft: „In Falkenberg lässt es sich gut leben.“ Am Leitbild des Dorfes zählte von Höfen auf, was Falkenberg ausmache: „Tradition im Herzen“ – die werde in Falkenberg gepflegt und von Generation zu Generation weitergegeben. Das Königssingen zähle ebenso dazu wie die „Crazy Summer Night“ der Landjugend – Jung und Alt gemeinsam.

Gemeinschaft werde in Nachbarschaften, Vereinen oder Gruppen aktiv gelebt. „Menschen brauchen Kontakte, keine Chats“, sagte von Höfen. Was eigne sich besser dafür, als diese Feier. Gemeinschaft sei auch entscheidend, um gemeinsam Ziele zu erreichen und das Dorf weiterzuentwickeln. Gemeinschaft heiße aber auch, gemeinsam zu kämpfen wie etwa in der Bürgerinitiative gegen die 380-kV-Starkstromleitung. Oder gemeinsam zu trauern. „Wir sind füreinander da“, sagte von Höfen und nannte den Seniorenbesuch der Landjugend als Beispiel.

„Falkenberg hat Zukunft“, stellte von Höfen fest. Dafür brauche es aber etwa neue Bauplätze. Denn mit einem Dorf sei es wie mit dem Fahrradfahren: Man müsse sich immer nach vorne bewegen, um die Balance zu halten. Das Leitbild müsse gelebt werden, um auch den nächsten Generationen ein lebenswertes Falkenberg zu erhalten.

Der stellvertretende Landrat Hermann Schröer konnte der Dorfgemeinschaft mitteilen, dass Falkenberg die Wanderstele, die es beim Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ als Kreissieger erhalten hatte, behalten dürfe. In Falkenberg werde „hervorragende Arbeit“ geleistet, attestierte Schröer. Die Kernaussagen aus dem Leitbild finde sich in den Herzen eines jeden Einzelnen wieder. Er sprach von einer „großartigen Dorfgemeinschaft“.

Der stellvertretende Garreler Bürgermeister Rainer Hilgefort blickte in die Anfänge Falkenbergs, an mühsame und von harter Arbeit geprägte Anfänge für die ersten Siedler. Der Hartnäckigkeit und Ausdauer der Falkenberger sei zu verdanken, dass das Dorf schon 1923/1924 eine Schule erhalten habe. Schon 1948 hätten sie den Antrag beim Offizialat gestellt, auch eine Kirche zu errichten. Zwar folgte die Absage, aber die Falkenberger ließen nicht locker, bis sie elf Jahre später tatsächlich ihre Kirche im Dorf errichten konnten. 2001 folgte der Glockenturm – weithin sichtbares Zeichen der Gemeinschaft, denn auch viel Eigenleistung sei dort hineingeflossen. Der bisherige Höhepunkt in der Geschichte Falkenbergs: der Sieg beim Kreiswettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“.

Auch wenn es ältere Dörfer gebe: Falkenberg habe einen „Vorbildcharakter“ im Sozialen wie im Vereinsleben entwickelt. „Bleibt so, wie Ihr seid“, schloss Hilgefort.

Das Thema Zukunft griff Pastor Paul Horst auf: „Wie wollen wir in Zukunft leben, wohin wollen wir uns entwickeln?“, fragte er und forderte einen gesellschaftlichen Diskurs darüber. Dabei sei das Recht der freien Meinungsäußerung hoch zu halten, um einen Dialog zu ermöglichen.

Musikalisch gestalteten der Musikverein Falkenberg, der Projektchor sowie die Schola den Abend mit. Doris Berndmeyer und Andrea Meyer sorgten als Gesine und Henriette für Lacher. Humorvoll und locker durch den Abend führte Arnold Hannöver.


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Reiner Kramer stv. Redaktionsleitung Friesoythe / Redaktion Münsterland
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