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NWZonline.de Region Cloppenburg Kultur

Theater: Frage nach dem Sinn des Lebens

26.03.2014

Friesoythe Peter Langer, Lehrer am Albertus-Magnus-Gymnasium in Friesoythe und Regisseur der Theater AG der Jahrgangsstufen zehn bis zwölf, hat es sich bei der Auswahl des aktuellen Theaterstücks nicht leicht gemacht. Nach Beratungen im Kollegium und sogar mit einem Dramaturgen vom Oldenburgischen Staatstheater fiel seine Wahl und die seiner Schülerinnen und Schüler auf Janne Tellers „Nichts. Was im Leben wichtig ist“. Ein durchaus umstrittener Jugendroman, allerdings einer, der immerhin Einzug in die Spiegel-Bestsellerliste fand. Die Premiere am Sonnabend und auch die zweite Aufführung am Montag bescherte dem Ensemble mit jeweils rund 200 Zuschauern ein gut gefülltes Forum am Hansaplatz.

Der Roman und die von Peter Langer geschriebene Fassung für 15 Mitspieler stellt die Frage nach dem Sinn des Lebens – und dies auf sehr ernste Art und Weise. In der Schule einer dänischen Kleinstadt steht eines Tages Pierre Anthon von seinem Platz auf und verkündet, dass nichts irgendetwas bedeute und es sich nicht lohne, irgendetwas zu tun. Von da an findet man Pierre Anthon in einem Pflaumenbaum sitzend und seine Mitschüler mit nihilistischen Äußerungen provozieren. Seine Mitschüler beschließen, in einem Sägewerk einen „Berg der Bedeutung“ zusammenzutragen, um so Pierre Anthon zu beweisen, dass es viele Dinge von „Bedeutung“ gibt. Jedes Gruppenmitglied „opfert“ etwas, woran sein Herz hängt, und darf bestimmen, wer als nächstes „opfern“ muss – und vor allen Dingen, was zu opfern ist.

Werden zunächst rein materielle Dinge wie Schuhe, ein Rennrad oder Lieblingsbücher auf den „Berg der Bedeutung“ gelegt, entwickelt sich schnell eine Eigendynamik, und die „Opfer“ werden immer brutaler. Beispielsweise muss sich der Muslim Hussein von seinem Gebetsteppich trennen, der fromme Kai verrät seinen Glauben, indem er das Kreuz aus der Kirche opfert, Rosa muss einen Hund töten und Sofie verliert sogar ihre Unschuld. Schließlich wird das „Projekt“ öffentlich und ein Medienrummel setzt ein. Alles gerät außer Kontrolle.

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Neben der berechtigten Begeisterung für die großartige schauspielerische Leistung der Schülerinnen und Schüler, dem Bühnenbild und der Auswahl der Requisiten, spürte man doch eine gewisse Betroffenheit in den Reihen der Zuschauer. Diesem Umstand war es sicher auch geschuldet, dass die Akteure auf Szenenapplaus verzichten mussten, gleichwohl ihr Spiel am Ende der Aufführung mit kräftigem Beifall belohnt wurde. Der Theater AG gebührt Respekt für den Mut, dieses anspruchsvolle und ernste Werk auf die Bretter zu bringen.

Es gibt zwei weitere Aufführungen: Sonntag, 30. März, sowie Dienstag, 1. April, jeweils um 19.30 Uhr im Forum. Die Karten kosten im Vorverkauf drei, an der Abendkasse fünf Euro.

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