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NWZonline.de Region Cloppenburg Kultur

JUGENDBUCHWOCHE: Freunde fürs ganze Leben finden

10.03.2005

Stationen aus Christiane Dietzels Leben

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Christiane Dietzel wird 1933 als drittes Kind deutscher Eltern auf der Insel Celebes (Sulawesi) geboren. Ihr Vater ist Farmer einer Plantage der Ost-Indien-Handelsgruppe. Die Mutter ist Indonesierin. 1939 wird die Familie während eines Urlaubs in Deutschland vom Krieg überrascht. Die Rückkehr nach Indonesien bleibt versperrt. Christiane wird in Potsdam eingeschult, wo sie den Krieg mit Bombenangriffen, dem Einzug der Roten Armee und das Kriegsende erlebt.

Durch schicksalhafte Verknüpfungen mit der Familiengeschichte wird sie unschuldig vom sowjetischen Geheimdienst in Potsdam verhaftet. Nach ihrer Freilassung wird sie vom Staatsschutz in West-Berlin als Jugendliche festgehalten; später als anerkannter politischer Flüchtling nach West-Deutschland ausgeflogen.

Sie arbeitet in Büros, lernt Köchin, sieht dadurch verschiedene Städte Europas, eröffnet eine Spedition: 1986 verkauft sie ihre Firma, zieht nach Norddeutschland, um nur noch zu schreiben und malen. Sie lebt in Haren an der Ems.

Die Vereinigung beider deutscher Staaten führt Christiane Dietzel wieder nach Potsdam. Sie taucht in die Vergangenheit der Familiengeschichte ein. 2002 vollendet sie ihre Geschichte in dem Roman „Wen der Eisvogel ruft...“.

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Freunde fürs ganze Leben finden

JugendbuchwocheEröffnung im CAG – Christiane Dietzel erste von vier Autoren

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Die Jugendbuchwoche läuft bis zum 18. März. Nachmittags ist sie frei zugänglich. Morgens wird sie auch von anderen Schulen besucht.

Von Christoph Koopmeiners CLOPPENBURG - Auf der Bühne hängt ein großer Bilderrahmen an zwei Drahtseilen, der einen Text von Astrid Lindgren umschließt. „Wahren Frieden gibt es nicht auf unserer Erde und wird es auch nie geben, es sei denn als ein Ziel, das wir offenbar nicht zu erreichen vermögen.“

Dieser Satz steht am Anfang ihrer Dankesrede von 1978, als ihr der Friedenspreis des deutschen Buchhandels verliehen wurde. Diese Rede mit dem Titel „Niemals Gewalt“ spiegelt das Motto der vierten Cloppenburger Jugendbuchwoche wider, die gestern im Clemens-August-Gymnasium eröffnet worden ist. Zum Auftakt las Christiane Dietzel vor Schülern des zehnten Schuljahres aus ihrem autobiographischen Roman „Wen der Eisvogel ruft...“ vor, in dem sie ihre Kriegserlebnisse als Kind in Potsdam eingebettet hat.

Die Jugendbuchwoche bietet den Schülerinnen und Schülern einen Überblick über die aktuelle Literatur. Die Ausstellung in der Aula ist montags bis freitags von 8 bis 16 Uhr geöffnet.

„Die Jugendbuchwoche soll euch zum Lesen verführen“, richtete CAG-Direktor Heinrich Hachmöller seine Worte gestern an die Schüler; „denn Bücher machen klüger, und das gehört auch zu unserem Bildungsauftrag.“ Er wagte den Vergleich zum Film, der den Kindern und Jugendlichen fertige Bilder vorgebe. „Wir müssen diese Bilder hinnehmen. Sie sind oft hart und intensiv und schwer zu verarbeiten.“

Ein Buch jedoch habe nicht nur praktische Vorteile, weil man es mitnehmen könne, ob in den Garten oder ins Bett. Sein Besitzer könne das Tempo selbst bestimmen. Ein Buch zwinge seinen Leser nicht. Hachmöller: „Der Leser ist somit Herr über das Buch. Den Fernseher kann man nur ein- oder ausschalten.“ Bei einem Buch stelle der Autor Bilder zur Verfügung, die der Leser selbst erschaffen müsse.

Weil ein Buch vornehm und leise sei, gerate es gegenüber aggressiven Medien wie Computerspielen schnell ins Hintertreffen. Die Jugendbuchwoche solle Anreize schaffen, damit Jungen und Mädchen in Büchern neue Freunde fürs Leben fänden.

Heute liest Sabine von der Wellen (Jahrgang 1967) aus Osnabrück vor Achtklässlern aus ihrem Buch „Eine unglaubliche Geschichte“ vor. In der nächsten Woche sind Margret Steenfatt („Hass im Herzen“) und Hermann Vinke („Fritz Hartnagel, der Freund von Sophie Scholl“) zu Gast. In ihren Büchern greifen sie ebenfalls das Thema der Jugendbuchwoche auf: „Frieden, nicht Gewalt”, wie es Astrid Lindgren einst getan hat. „Ich habe noch nie so eine gute Kombination aus Vision und Realitätssinn gelesen wie in diesem Text“, kommentierte Heiner Windhaus, CAG-Elternvorsitzender und gestern Besucher der Jugendbuchwoche, die Rede von Lindgren. Sie liegt übrigens als Kopie zum Mitnehmen in der Aula aus.

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