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NWZonline.de Region Cloppenburg Kultur

Alte Wassermühle: Verein bleibt Herr im Hause

24.02.2018

Friesoythe „Wir haben eine vernünftige und saubere Lösung gefunden“, so Friesoythes Erste Stadträtin Heidrun Hamjediers. „Wir sind zufrieden und freuen uns über das Ergebnis“, so Franz Kröger, Vorsitzender des Friesoyther Mühlenvereins. Die Stadt Friesoythe und der Mühlenverein haben sich also geeinigt, wie es künftig im Kulturzentrum „Alte Wassermühle“ weitergeht.

Zwischen beiden Parteien war zuvor eine Diskussion entbrannt. Es ging ums Geld. Dem Mühlenverein gehört zwar das Gebäude und hat es vor rund 20 Jahren auf eigene Kosten saniert, doch das Grundstück an der Soeste gehört der Stadt. Bislang hatte die Kommune darauf verzichtet, einen Erbbauzins zu erheben. Doch nun wurde ein Antrag des Vereins, die Aussetzung einer Pachtzahlung bis 2025 zu verlängern, seitens der Stadt abgelehnt. Da der Verein gleichzeitig einen Kredit für den Wiederaufbau der Mühle in Höhe von 65 000 Euro zu begleichen hat, sah er sich außer Stande, eine Pacht zu zahlen. Die Rede ist von 320 Euro monatlich.

Die Stadt schlug vor, den Kredit des Vereins und damit gleichzeitig auch das Mühlengebäude zu übernehmen. Gleichzeitig hatte man eine Zusage gegeben, dass die Mühle auch weiterhin für kulturelle Zwecke genutzt werden solle. Welche Rolle allerdings der Mühlenverein in diesen Überlegungen spielen sollte und was aus der Mitarbeiterin Sabine Winnat, die „Seele des Hauses“, werden würde, wurde nicht ganz klar. Also lehnte der Mühlenverein das Angebot der Stadt ab.

Jetzt also eine Einigung. Und die sieht folgendermaßen aus: Der Mühlenverein muss einen Erbbauzins an die Stadt leisten. Im Gegenzug erhält der Verein einen jährlichen Zuschuss der Stadt – in etwa der Höhe der zu leistenden Pacht. Zusätzlich verzichtet die Stadt auf ein Nutzungsrecht des Gebäudes und wird die Räumlichkeiten künftig mieten müssen wie jede andere Institution auch. Dafür muss die Mühle aber unbedingt eine kulturelle Einrichtung bleiben.

„Diese Lösung bietet eine gute Grundlage für die Zukunft des Mühlenvereins“, sagte Hamjediers im NWZ-Gespräch. „Wir bleiben Herr im eigenen Haus, werden weiter investieren, und die Weiterbeschäftigung von Frau Winnat ist auch gesichert“, freute sich Kröger über den gefundenen Kompromiss.

Carsten Bickschlag Redaktionsleitung Cloppenburg/Friesoythe / Redaktion Münsterland
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