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NWZonline.de Region Cloppenburg Kultur

„Wollen mutig neue Wege gehen“

07.04.2018

Friesoythe /Altenoythe „Einfach Mensch sein.“ So lautet der Slogan des Caritas-Vereins Altenoythe. Dieser Leitspruch ist noch recht neu, hätte aber auch als Ursprungsidee der Gründungsmitglieder des Vereins vor über 50 Jahren gelten können, sagte Stefan Sukop. Gemeinsam mit Andreas Wieborg bildet er den Vorstand des Caritas-Vereins, und gemeinsam konnten sie am Freitagmorgen über 200 geladene Gäste zur Jubiläumsfeier begrüßen.

Die Betreuungseinrichtung für Menschen mit Beeinträchtigungen wurde am 29. November 1967 offiziell ins Vereinsregister eingetragen. Dieses Ereignis wurde im vergangenen Jahr im kleinen Rahmen auch gefeiert. Zeit für eine große 50-Jahr-Feier blieb aber nicht. Das wurde jetzt nachgeholt und soll sich noch mit verschiedenen Aktionen durch das ganze Jahr ziehen.

Den Startschuss machte am Freitag der offizielle Festakt, der mit einem Wortgottesdienst in der Friesoyther Marienkirche begann. Dazu war eigens Weihbischof Wilfried Theising angereist. „Lasst uns ein großes Fest feiern“, sagte er in seiner Predigt. Er wünschte sich, dass es den Caritas-Verein noch lange geben werde, um Menschen mit Beeinträchtigungen eine Heimat zu bieten und ihnen das Leben schöner zu machen. 50 Jahre sei schließlich noch kein Alter, um lange zurückzuschauen, sondern um nach vorne zu blicken.

Das sah Andreas Wieborg auch so, deshalb wolle man in Zukunft zwar „Bewährtes behalten, aber auch mutig neue Wege gehen“.

Nach dem Gottesdienst wurde die Feier ins Forum am Hansaplatz verlegt. Festredner war Dr. Heinrich Dickerhoff. Der Theologe und Märchenerzähler verstand es vorzüglich, theologische Ansätze auf die Arbeit des Caritas-Vereins zu projizieren. „Beten ist wichtig. Aber es ist kein Ersatz für das Tun“, sagte Dickerhoff. So sei es dem Tun und dem Mut zu verdanken, dass 1967 der Caritas-Verein gegründet worden sei. Die Menschen hätten an einen guten Grund und an das Gute im Leben geglaubt.

Die Arbeit im Caritas-Verein sei für die meisten nicht nur Berufung, sondern sie würden ihre Tätigkeit auch darin sehen, in anderen Menschen Berufungen oder Begabungen zu entdecken, das sei „eine wunderbare Aufgabe“. Der Caritas-Verein sei ein Ort mit einem weiten Mantel und einem weiten Herz, der Schutz und Geborgenheit biete, aber auch Raum zur Verwirklichung gebe.

Vor 50 Jahren, so sagte der Vorsitzende des Verwaltungsrates Edmund Sassen, hätten verantwortungsvolle Bürger eine weitsichtige Entscheidung getroffen. Dabei hätten sie bestimmt nicht geahnt, welch große Rolle der Caritas-Verein einmal spielen werde. Eines der Gründungsmitglieder ist Agnes Renschen aus Cappeln. Sie war am Freitag auch auf der Feier, und Edmund Sassen, Andreas Wieborg und Stefan Sukop überreichten ihr einen Blumenstrauß.

Sassen dankte aber nicht nur den Personen der vergangenen Zeit, sondern auch den Akteuren von heute. „Ich habe größten Respekt für alle Mitarbeiter. Sie leisten hervorragende, hochmotivierte Arbeit“, so Sassen. Und er richtete sich in seiner Ansprache an die Politik. „Wir werden von Abgeordneten oft für unsere gute Arbeit gelobt, gleichzeitig wird uns nicht immer eine finanzielle Grundlage zur Verfügung gestellt. Bitte nehmen Sie unsere Sorgen und Nöte mit in die entsprechenden Gremien“, bat er die anwesenden Landtags- und Bundestagsabgeordneten um Unterstützung.

Lob gab es dann auch von der Politik. Teilhabe sei im Caritas-Verein nicht nur ein schlichter Arbeitsauftrag, „Sie alle leben es hier“, sagte Bundestagsabgeordnete Silvia Breher. Daher sei es für die Einrichtung auch selbstverständlich, dass das Jubiläum mit allen gefeiert werde. Sie sei froh, dass die Mitarbeiter in den verschiedenen Einrichtungen des Vereins nicht nur ihren Job machen, sondern auch sehr darauf achten würden, wie sie ihn machen.

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„Der Caritas-Verein ist immer offen für Neues. Er orientiert sich an dem, was für den Menschen gut ist“, sagte Landrat Johann Wimberg in seiner Ansprache. Daher werde der Landkreis die Einrichtung auch weiterhin unterstützen: „Die Türen stehen dem Caritas-Verein immer offen.“


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Carsten Bickschlag Redaktionsleitung Friesoythe / Redaktion Münsterland
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