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NWZonline.de Region Cloppenburg Kultur

Bilder geben Flucht ein Gesicht

15.04.2019

Friesoythe Sie begegnen uns auf der Straße, wir treffen sie im Supermarkt, sie fahren mit Bus und Bahn und bringen ihre Kinder in die Schule – wir erkennen sie meistens recht schnell: Menschen, die geflohen sind. Für viele von uns gehören sie zum Alltag. Wir wissen oft nicht viel über die neuen Nachbarn aus Syrien, Irak und Pakistan.

Der Fotograf Long Nguyen und der Jurist Jan Oskar Höffmann aus Cloppenburg wollten sich mit dieser Anonymität nicht zufrieden geben und haben Flüchtlinge porträtiert, die in ihrer Stadt Schutz gefunden haben. „Gib der Flucht ein Gesicht“ heißt die Ausstellung, die dabei entstanden ist und am Freitagabend im „Atelier im Schlachthaus“ Friesoythe im Rahmen des Aktionswochenendes für den Frieden eröffnet wurde.

„Mit Bild und Text werden Menschen vorgestellt, die nun in und um Cloppenburg leben und oft eine lebensgefährliche Flucht hinter sich haben. Die Bilder und Texte erzählen von den Geschichten der Menschen, von Fluchtgründen, Hoffnungen und Ängsten. So verschieden die Menschen sind, eint sie doch die Sehnsucht nach einem Leben in Frieden“, sagte Sönke Baumdick, Mitorganisator des Aktionswochenendes, bei der Eröffnung der Vernissage. „Jedes Bild erzählt eine eigene Geschichte und zeigt andere Gefühle. So wird das greifbar, was die Menschen auf der Flucht durchgemacht haben und auch, wie es ist, in einem fremden Land mit einer anderen Kultur anzukommen, ohne die Sprache zu beherrschen“, führte Baumdick weiter aus.

Beim „Peace Slam - Batteln für den Frieden“ am Samstagabend im Friesoyther Jugendzentrum Wasserturm präsentierten fünf Poetry Slammer und die Theatergruppe „Eigen:Regie“ aus Friesoythe Visionen von Gerechtigkeit und Frieden in der Welt. Mal nachdenklich und herausfordernd, mal unterhaltsam, aber immer beherzt und mitreißend zeigten die Vortragenden, welche Gedanken sie sich zu Frieden, Chancengleichheit und Solidarität, aber auch zu Not und Elend auf der Welt gemacht haben. Die Veranstaltung gehörte ebenfalls zum Aktionswochenende für den Frieden, das von den Jusos Friesoythe, den Julis, der Grüne Jugend, der Linksjugend, dem Caritas-Sozialwerk, Eigen:Regie, dem Jugendzentrum , der Landjugend und dem Vamos-Team organisiert worden war.

Moderiert wurde der Abend vom Vorsitzenden der Jusos im Unterbezirk Friesoythe, Sönke Baumdick, und dem Friesoyther Juso-Vorsitzenden Lars Bernemann. Amira Reechor (24) aus Vechta, Lukas Holtkamp (25) aus Ibbenbühren, Niklas Bier (20) aus Sendenhorst, Jessica Heister (23) aus Löningen, Charleen Schweres (18) aus Garrel und die Theatergruppe „Eigen:Regie“ trugen ihre selbst verfassten Texte live auf der Bühne vor.

Auch die Zuhörer waren gefragt – sie entschieden mit ihrer Stimmabgabe über den besten Slammer des Abends. Letztlich hatten Charleen Schweres und „Eigen:Regie“ die Nase vorne und erhielten von den Organisatoren den Siegerpokal. Die 18-jährige Schülerin des Clemens-August Gymnasium Cloppenburg Schweres erzählte von ihrer Oma Helga, die am Ende ihrer Tage in einer Palliativstation war. „Eigen:Regie“ ließ zum Thema Frieden unterschiedliche Schriftsteller, Dichter und Figuren zu Wort kommen.

Zum Abschluss des Aktionswochenendes fand am Sonntagabend ein Friedensmarsch durch Friesoythe statt. Dieser führte nach dem Abendgottesdienst von der Marienkirche zur Friedensglocke im Stadtpark.

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