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NWZonline.de Region Cloppenburg Kultur

„Die Kirche ist niemals fertig“

07.02.2018

Friesoythe Am 2. Februar 2008 wurden in einem feierlichen Gottesdienst mit Prälat Leo Elsner im Namen von Diözesanbischof Dr. Reinhard Lettmann die bislang eigenständigen Pfarreien St. Vitus Altenoythe, St. Johannes Baptist Markhausen, St. Marien Friesoythe, St. Ludger Neuscharrel, St. Josef Kampe und St. Johannes-Baptist Thüle, zur neuen St.-Marien-Pfarrei erhoben. Dechant Paul Horst führte damals Michael Borth als ersten Pfarrer der neuen Pfarrei ein.

Der zehnte Geburtstag wurde jetzt zum Fest Mariä Lichtmess mit einem „Gottesdienst Spezial“ am vergangenen Sonntag gefeiert. Dechant Michael Borth blickte in seiner Predigt von der Kanzel zurück und verdeutlichte die Gründe der damaligen Fusionierung. Der Priestermangel zum einen wie auch die damals vorliegenden Finanzprognosen zum anderen hätten dem Offizialat Vechta keine andere Möglichkeit gelassen, als dass die ehemaligen selbstständigen Kirchengemeinden zusammengelegt werden mussten.

Den Gottesdienstbetrieb aufrecht zu erhalten war dabei ein zentrales Thema wie auch ein finanzielles Fundament als Sicherheit für die Kirche von morgen zu gründen.

„Es war keine Liebesheirat für uns“, betonte Borth, denn es gab Freud, Leid und auch Ärger beim Veränderungsprozess. Traditionelles musste losgelassen werden, „ohne zu wissen, was auf uns zukommt“. Offen sein für das Neue fällt uns schwer, wollen wir doch lieber am Bewährten festhalten. Doch der Kirchenalltag sieht heute anders aus.

Heute muss ein hauptamtlicher Priester, der eine Pfarrei leitet, sich immer mehr um Verwaltung und Finanzen kümmern. Dazu kommen in Friesoythe noch Abstimmungen mit der Geschäftsführung des St.-Marien-Hospitals. Viel Zeit für die Seelsorge in der Gemeinde bleibe da kaum, bedauerte Borth den Ist-Zustand. Er würde sich wünschen, mehr für die Gemeindemitglieder da zu sein.

Vielleicht ist es ein „Zeichen Gottes“, so Borth, dass immer weniger Männer das Priesteramt anstreben, immer weniger Taufen zu verzeichnen sind und man erkennen muss, dass neben den hauptamtlichen Priestern immer mehr Laien und Ehrenamtliche für die Gottesdienste da sind.

Hier müssten neue Wege beschritten werden. Die Kirche sei niemals fertig. Im Vertrauen darin, dass Kirche Zukunft hat, solle man sich sowohl gerne an alte Zeiten erinnern, aber genauso den Mut für Neues entwickeln, appellierte Borth an alle haupt- und ehrenamtlichen Seelsorger der Gemeinde wie auch die vielen Besucher des „Gottesdienst Spezial“.

Nach der Messe wurde zu einem kleinen Umtrunk im Franziskushaus herzlich geladen.

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