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NWZonline.de Region Cloppenburg Kultur

Postkutsche nimmt Kurs auf die Zukunft

14.05.2018

Friesoythe Es ist wohl das einzige seiner Art zwischen Weser und Ems, wahrscheinlich in ganz Norddeutschland und kann somit ein Alleinstellungsmerkmal für sich beanspruchen: das Postgeschichtliche Museum Friesoythe. Mit einer Feierstunde am Samstag sowie einem „Tag der offenen Tür“ am internationalen Museumstag am Sonntag wurde das 30-jährige Bestehen begangen.

Der Leiter des Museums, Wolfgang Letzel, blickte in der Feierstunde im Beisein zahlreicher Gäste im Museum nicht nur auf die vergangenen 30 Jahre zurück, sondern warf auch einen Blick in die Zukunft. „30 Jahre ist es her, dass mein leider schon verstorbener Freund und Arbeitskollege Albrecht Schrader und ich das Museum gegründet haben. Entstanden aus der Sammelleidenschaft für Post- und Heimatgeschichte“, so Letzel. Aus kleinsten Anfängen heraus wuchs die Sammlung zur Postgeschichte von Jahr zu Jahr. Nicht zuletzt auch dank Lisa Behrens aus Oldenburg, die während ihrer Dienstzeit beim Fernmeldeamt Oldenburg auch für deren posthistorische Sammlung zuständig war. „Ohne Lisa Behrens gäbe es vieles in der Ausstellung nicht“, so Museumsleiter Letzel.

Als Nächstes stehe die Fertigstellung des im Jahr 2014 begonnenen Lexikons der Postgeschichte im Oldenburger Land an, blickt Letzel voraus. Weiter sollen Archiv und Bibliothek digitalisiert werden. Etwa 3000 Ordner, 20 000 Fotos und 8000 Bücher müssen digitalisiert werden. Räumlich sei man allerdings an Grenzen gestoßen. Es fehlten Archiv- und Arbeitsräume sowie weitere Ausstellungsräume, so der Museumsleiter. Um den Fortbestand des Museums zu sichern, plant das Museum eine Stiftung zu gründen. „Das ist die beste Möglichkeit, um für eine sichere Zukunft der Einrichtung zu sorgen“, so Letzel.

„Der Landkreis Cloppenburg erwägt, neben dem Museumsdorf Cloppenburg und dem Moor- und Fehnmuseum in Elisabethfehn auch das Postgeschichtliche Museum in Friesoythe als Alleinstellungsmerkmal zu fördern“, überbrachte Landrat Johann Wimberg eine freudige Botschaft. Das Museum Friesoythe sei einzigartig und habe sich weit über die Grenzen hinaus einen Namen gemacht. „Es war im guten Sinne eine verrückte Idee der Pioniere, so ein Museum aufzubauen“, würdigte der Landrat den ehrenamtlichen Einsatz.

Das unterstrich auch Friesoythes stellvertretender Bürgermeister Bernd Wichmann. „Post- und Telekommunikation sind auch immer ein Stück Heimat- und Kulturgeschichte, zu der man dem Team des Postgeschichtlichen Museum nur gratulieren kann“, so Wichmann.

Viel Interesse fand der Tag der offenen Tür. Ein Postillion in seiner historischen Uniform des 19. Jahrhunderts begrüßte die Gäste.


     www.pgmu-friesoythe.de 

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