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NWZonline.de Region Cloppenburg Kultur

König? „Kann ich nur empfehlen“

07.08.2018

Friesoythe „Einmalig“, schwärmte Schützenkönig Elimar Thunert. „Ich kann jedem nur empfehlen, einmal Schützenkönig in Friesoythe zu werden.“ Fast 700 Schützen und unzählige Besucher jubelten dem neuen Schützenkönig der Friesoyther Schützengilde am Montag zu, als er gemeinsam mit seiner Frau Ursula in einer Kutsche durch die Innenstadt gefahren wurde.

Schon den Schützenfestsonntag habe er genossen: „Der Thron war laufend gut besucht“, freute sich der König aus der Kompanie Wasserstraße, der bereits im vergangenen Jahr zum Königsschuss angesetzt hatte. In diesem Jahr nun hat es endlich geklappt. Auf seine Gedanken beim Königsschuss angesprochen, antwortete Thunert: „Gott sei Dank ist der verdammte Teufel endlich unten.“

Königin Ursula dagegen bescherte der Titel ihres Mannes einen „arbeitsfreien“ Montag: „Eigentlich müsste ich jetzt Brötchen schmieren für die Schützen“, berichtete die Frau des Fähnrichs der Kompanie schmunzelnd. Auch sie schwärmte von einem „tollen Schützenfest“.

Nach dem Freibier in den Kompanielokalen am Montagmorgen sammelten sich die Schützen bei ihren Hauptleuten und rückten zum Marktplatz in die Stadtmitte aus. Bevor die Schützen im langen Festmarsch, begleitet vom Kolpingblasorchester sowie den Musikkapellen aus Altenoythe, Thüle und Neuscharrel, zum Festplatz zogen, wurde das Königspaar im Rathaus Stadtmitte vom Magis­trat, dem Offizierskorps, Vertretern der Polizei und der Musikkapellen begrüßt.

Bürgermeister Sven Stratmann als Chef der Schützengilde freute sich über die hervorragende Stimmung beim Freibier am Morgen. Ein Fass Bier kostete den Gilde-Chef allerdings, dass ihm ein Orden abhanden gekommen war. Den hatte ein Schütze der Kompanie Wasserstraße wiedergefunden.

Interessiert verfolgte der Magistrat die Meldungen der Hauptmänner der vier Kompanien über die Zahl der angetretenen Schützen: Für die Kompanie Lange Straße gab Hauptmann Christian Ortmann eine Gruppenstärke von 300 an – darunter allerdings nur 99 Schützen. Ob das Kolpingblasorchester jedoch mit 201 Musikern aufmarschierte, darf zumindest angezweifelt werden.

Johannes Liebsch, Hauptmann der Kompanie Kirchstraße, hatte nach dem Freibier einige Verluste zu beklagen: Waren dazu noch 278 Schützen erschienen, rückten am Nachmittag noch 236 aus, so Liebsch.

Über eine grandiose Teilnehmerzahl von 164 Schützen beim Freibier freute sich Bernhard Dedden, Hauptmann der Kompanie Moorstraße. „Darauf sind wir sehr stolz“, so Dedden. 123 von ihnen traten dann noch in der Stadtmitte an.

Die „tapfersten und mutigsten“ Schützen wähnte Johannes Hovehne, Hauptmann der Königskompanie Wasserstraße, in seinen Reihen. 201 seien angetreten, betonte Hovehne, darunter acht Ex-Könige, 24 Scheibenkönige und 35 Ordensträger.

Den Empfang im Rathaus nutzte Gilde-Chef Stratmann, um den Dank von Magistrat und Offizierskorps an Walter Beckmann auszurichten, der die „Fäden im Hintergrund“ spinnt.

Nach dem Festmarsch durch die Stadt nahm das Königspaar auf dem Thron Platz, während die angetretenen Schützen am Scheibenschießen teilnehmen konnten. Scheibenkönig wurde Rüdiger Hempen (Kompanie Moorstraße), der sich im Stechen mit 26 zu 19 Ringen gegen Mario Trippner durchsetzte.


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Reiner Kramer
stv. Redaktionsleitung Friesoythe
Redaktion Münsterland
Tel:
04491 9988 2901

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