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NWZonline.de Region Cloppenburg Kultur

Zwei Kompanien weiterhin ohne Anwärter

04.08.2018

Friesoythe Viel Zeit bleibt den Männern der Schützengilde Friesoythe nicht mehr, um zu überlegen, ob sie Ambitionen hegen, neuer Schützenkönig werden zu wollen. Denn an diesem Sonntag, 5. August, findet bereits das Vogelschießen auf dem Appellplatz an der Thüler Straße in Friesoythe statt. Kurzentschlossene können sich zwar auch noch am Sonntag kurzfristig melden. Doch dies kommt erfahrungsgemäß aber eher nicht vor.

Drei Anwärter auf die Königswürde haben bereits ihren Hut in den Ring geworfen. So meldete Hauptmann Johannes Hovehne von der Kompanie Wasserstraße gleich zwei Bewerber: Fähnrich Elimar Thunert und Ludger Günter. „Bis jetzt hat sich kein weiterer Anwärter gefunden“, so Hovehne. Thunert hatte bereits im vergangenen Jahr am Vogelschießen teilgenommen. Eigentlich hatte anfänglich auch General Theo Vahle, der bereit 2001 König war, sein Interesse bekundet. „Das hat sich jetzt erledigt. Einmal König zu sein reicht“, sagte er auf Nachfrage derNWZ.

Das komplette Programm

Samstag, 4. August: 14 Uhr: Kinder-Gilde-Fest mit Wettbewerben, Preisausschreiben 18.45 Uhr: Umzug des Kolping-Blasorchesters und des Wildeshauser Spielmannszugs durch die Straßen Friesoythes 20 Uhr: Vogelaufstecken auf dem Appellplatz, Thüler Straße; Tanz mit „Q5 New Style“ im Festzelt 21.30 Uhr: Großer Zapfenstreich auf dem Marktplatz (Stadtmitte)

Sonntag, 5. August: 6 Uhr: Wecken 10 Uhr: evangelisch-lutherischer Gottesdienst, Michaeliskirche 10.45 Uhr: katholisches Hochamt, St.-Marien-Kirche 11.30 Uhr: Platzkonzert in der Stadtmitte 12 Uhr: Kranzniederlegung am Ehrenmal, St.-Marien-Straße 14 Uhr: Sammeln der Schützen bei ihren Hauptleuten und Ausrücken zum Marktplatz (Stadtmitte) 15 Uhr: Begrüßung des Magistrats, Abmarsch zum Schützenplatz 15.30 Uhr: Beginn des Vogelschießens 16 bis 18 Uhr: Konzert im Festzelt 19 Uhr: Proklamation des neuen Schützenkönigs und der Prämierten; Tanz im Festzelt mit „Sunbeach“

Montag, 6. August: 10 Uhr: Freibier der vier Kompanien 13 Uhr: Sammeln der Schützen bei ihren Hauptleuten und Ausrücken zum Marktplatz (Stadtmitte) 14 Uhr: Begrüßung des Magistrats und des Königs, Festmarsch zum Festplatz 15 Uhr: Beginn des Scheibenschießens 16 bis 18 Uhr: Konzert im Festzelt 19 Uhr: Proklamation des neuen Scheibenkönigs und der Prämierten; Festball im Festzelt mit „Smile“

Und auch die Kompanie Lange Straße hat einen offiziellen Königsanwärter. Wie Hauptmann Christian Ortmann mitteilte, will Michael Vahle versuchen, den Adler abzuschießen. Auch Vahle hatte bereits im vergangenen Jahr am Königsschießen teilgenommen. Sollte er in diesem Jahr den Vogel abschießen, müsste am Schützenfestmontag direkt Ersatzfähnrich Peter Stelter ran.

Weitere Bewerber aus der Kompanie Lange Straße gibt es derzeit nicht. „Bisher hat sich nichts weiter ergeben, Wenn noch einer dazukommt, wird es sich Sonntag zeigen“, sagte Ortmann.

Ohne Anwärter sind immer noch die Kompanien Moorstraße und Kirchstraße. „Vielleicht meldet sich noch jemand“, sagte Hauptmann Bernd Dedden (Moorstraße). Jedoch sei man mit den bisherigen drei Anwärter schon sehr zufrieden. „Bislang hat sich keiner gemeldet. Vielleicht meldet sich am Sonntag ja noch jemand kurzfristig“, meinte auch Johannes Liebsch, Hauptmann der Kompanie Kirchstraße.

Aber auch wenn es bei drei Anwärtern bleibt, dürfte es am Sonntag spannend werden, wer neuer König der Friesoyther Schützengilde und damit Nachfolger von Stefan Hilker wird. Interessant ist hierbei auch das Schießreglement der Gilde von 1912 zur „höchsten Vorsicht und der allgemeinen Sicherheit“, wie es seitens der Gilde heißt.

So ist es verboten, mit Bolzen, Stahl- oder Mantelgeschossen auf den Adler zu schießen. Ferner steht im Reglement geschrieben, dass die Schützen sich durch die Schießgassen zu begeben haben. Die Hauptleute müssen darauf achten, dass die Schützen das Gewehr nicht zu früh auflegen. Zunächst muss es nämlich vorschriftsmäßig geladen sein. Die Gewehre müssen zudem schusssicher sein. Freihändig zu schießen ist verboten.

Wenn jemand einen Schuss abgefeuert hat, muss er sich wieder hinten anschließen, damit jeder an die Reihe kommt. Heute ist dies aber etwas anders. Zunächst dürfen Schützen aus allen Kompanien gleichzeitig schießen. Wenn ein Schütze dann glaubt, dass er einen Teil des Adlers abgeschossen hat, muss er sich umgehend bei seinem Hauptmann melden. Spätere Meldungen werden nicht mehr berücksichtigt.

Im Reglement steht ferner, dass bei Streitigkeiten bezüglich des Schießens das Los entscheiden muss. Seit 1981 braucht man zur Ermittlung des Schützenkönigs jedoch keins mehr. Das ist nicht mehr nötig, da der Adjutant – wenn der Adler „in den letzten Zügen schwebt“ – anordnet, dass nur noch kompanieweise nach Aufruf geschossen werden darf. „Sind in einer Kompanie mehrere Königsbewerber, muss der Hauptmann angeben, welcher Bewerber jeweils abwechselnd bei der Salve unterstützt wird“, heißt es von Seiten der Gilde.

Tanja Mikulski
Friesoythe
Redaktion Münsterland
Tel:
04491 9988 2902

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