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NWZonline.de Region Cloppenburg Kultur

St. Marien Friesoythe: „Starke Pfarrei“ feiert 400-jähriges Bestehen

19.08.2019

Friesoythe Ihren 400. Geburtstag gefeiert hat am Sonntag die Pfarrei St. Marien. 1619 wurde sie, bis dahin zu St. Vitus Altenoythe gehörend, selbstständig. Und zum Patroziniumsfest zeigte sich die Gemeinde sehr lebendig.

„Immer wenn man etwas zu feiern hat, dann freut es einen, wenn man nicht ganz alleine ist“, sagte Dechant Michael Borth zum Beginn des Festgottesdienstes mit Blick auf Weihbischof Wilfried Theising, der den Gottesdienst zelebrierte. Angesichts der voll besetzten Pfarrkirche brauchte der Dechant jedoch keine Angst zu haben. Viele Fahnenabordnungen waren mit den Geistlichen – unter ihnen Pastor Ulrich Bahlmann, Kaplan Alexander Senk, Pfarrer em. Leo Simon, Pfarrer em. Günther Aschern, Prälat Alfons Bokern, Diakon Heinz Wübben und Diakon em. Otger Eismann – in die Kirche eingezogen. Ein Großaufgebot von Messdienern trug Kerzen oder leistete Altardienst.

Dazu bereicherte ein 32-köpfiger Projektchor aus allen Gemeindeteilen unter Leitung von Gerold Fuhler den Gottesdienst. Ein halbes Jahr lang hatten sie hierfür die „Messe 2012“ von Michael Schütz einstudiert. Instrumental begleitet wurden sie von Mitgliedern der Kirchenband unter Leitung von Heinrich Debois und dem Streichquartett Northern Lights.

Es sei ein Freude, die Kirche so voll zu sehen, sagte Theising. Es sei natürlich immer eine Herausforderung, Vechta zur Stoppelmarktzeit zu verlassen. „Aber heute werde ich hier wohl eine Steigerung erleben“, zeigte er sich zuversichtlich. Das Patrozinium „Mariä Aufnahme in den Himmel“ bedeute, dass Maria in besondere Weise hinausgehe zu den Menschen. Das treffe auch auf die Kirchengemeinde von Friesoythe zu, meinte er.

Er erlebe Friesoythe als starke Pfarrei, die auf die Menschen zugehe und ihnen Christus bringe. „Eine ganz wichtige Einstellung für uns als Kirche.“ Er erlebe es hier, dass Menschen sich gegenseitig helfen und stärken. „Ich möchte Sie ermutigen, dass Sie das auch in Zukunft weiter machen.“ Bei dem Patrozinium gehe es darum, dass der Tod unser Leben nicht zerstören könne. „Das, was Gott Maria geschenkt hat, will er auch uns schenken: Das ewige Leben!“, versicherte der Weihbischof den Gläubigen.

Ihr wertvollstes Geburtstagsgeschenk zum Jubiläum hat sich die Kirchengemeinde selbst gemacht. Dabei handelt es sich um einen Aufbewahrungsschrein für die Heiligen Öle. Einmal im Jahr in der Karwoche weiht der Bischof im Dom zu Münster die Öle. Eingesetzt werden sie für die Taufe, Firmung, zur Priesterweihe und Krankensalbung und als Katechumenöl.

Weihbischof Theising segnete nach der Predigt den neuen Schrein aus Glas und Metall, den der Goldschmied Herbert Feldkamp (Cloppenburg) gemeinsam mit dem Friesoyther Schmied Alfred Bullermann gestaltet hatte. Aufgestellt ist er auf dem rechten Seitenaltar der St. Marienkirche. „Die Öle sind ein Zeichen dafür, dass Gott bei uns sein will und für unser Heil wirken wird“, sagte Theising.

Der Gottesdienst sei ein wunderbarer Auftakt für das Pfarrfest gewesen, zu dessen Teilnahme sie einlade, bedankte sich vor dem Schlusssegen Dr. Annette Gründing, die Vorsitzende des Pfarreirats, herzlich bei allen Akteuren, die ihn vorbereitet und gestaltet hatten. Es habe sich wirklich gelohnt, Vechta für diesen Gottesdienst zu verlassen, pflichtete ihr auch Theising bei.

Nach dem Pontifikalamt startete das Treiben auf dem Pfarrfest rund um das Franziskushaus. Zahlreiche Gruppen und Gemeinschaften beteiligten sich mit Ständen oder Mitmachaktionen – unter anderem bot das Vamos-Team Kanu-Fahrten auf der Soeste an und hatte einen Parcours aufgebaut, den Besucher mit dem Mountainbike absolvieren konnten.

Spannend wurde es bei der Versteigerung: Pfarrer Michael Borth brachte ausrangierte Kirchenfenster und Bank-Seitenteile unter die Gemeinde. Die schweren Bleiglasfenster gingen weg wie „warme Semmeln“, und so mancher Bieterwettkampf entspann sich zwischen den Besuchern.

Reiner Kramer stv. Redaktionsleitung Cloppenburg/Friesoythe / Redaktion Münsterland
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