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NWZonline.de Region Cloppenburg Kultur

Aristide Bruant nimmt als Puppe Platz

14.05.2019

Friesoythe Der französische Kabarettsänger, Schriftsteller, Komödiant und Nachtclubbesitzer auf Montmartre, Aristide Bruant, ist durch Malereien von Henri de Toulouse-Lautrec, auf denen er als Mann im roten Schal und schwarzen Mantel zu sehen ist, sehr bekannt geworden. Nun hat der im Jahre 1925 verstorbene Bruant als Puppe Platz auf der Gartenbank des Kunstkreises Friesoythe genommen.

Damit beteiligen sich die Friesoyther Kunstfreunde an dem integrativen Projekt des Caritas-Vereins Altenoythe „Stuhlkunst: Nimm Platz – und einfach Mensch sein“. In der Caritas-Außenstelle an der Wasserstraße trafen sich jetzt Mitglieder des Kunstkreises und die Malprofis der Sozialen Arbeitsstätte der Caritas, um auf den Spuren von Henri de Toulouse-Lautrec zu wandeln. Sie schnappten sich eine Schaufensterpuppe und verwandelten diese in Aristide Bruant, so wie ihn Toulouse-Lautrec malerisch auf einer Bank verewigt hat.

Die Idee zu diesem Stuhlprojekt hatte Künstlerin Agnieska Heiduck aus Friesoythe, die sich an das Werk des französischen Malers erinnert hatte und damit bei den Kunstfreunden auf offene Ohren stieß.

„Woher nun aber einen Stuhl oder gar eine Bank nehmen, wo wir die Figur platzieren können? Da fiel uns unsere Bank ein, die wir vor dem Atelier im alten Schlachthof stehen hatten“, sagte Christa Anneken. Mit vereinten Kräften der Malprofis wurde die Bank herangekarrt; und gleich machten sich die Akteure mit Pinsel und Farbe an die Arbeit. Die Gartenbank wurde gesäubert und erhielt einen bunten Anstrich.

Nach kurzer Trockenzeit konnte auch Bruant Platz nehmen. „Ein gelungenes Kunstwerk. Das hat richtig Spaß gemacht“, sagte Michaela Rumpke vom Kunstkreis, der traditionell dem Caritas-Verein verbunden ist. „Jedes Jahr beteiligen sich die Malprofis der Sozialen Arbeitsstätte an unserer Ausstellung im Atelier, und wir sind dann bei deren Weihnachtsausstellung präsent. Sozusagen verbindet uns die Bank“, so Anneken. „Mit dem Projekt wollen wir ein Zeichen setzen, das Behinderte und Nichtbehinderte ganz selbstverständlich miteinander umgehen können. Die Bank soll später dazu animieren, sich hinzusetzen und einfach miteinander ins Gespräch zu kommen. Jeder soll Platz nehmen, der sich über Kunst unterhalten möchte. Es soll eine Wohlfühlbank sein“, so die Akteure des Kunstkreises.

„Mehr als 54 Wohlfühlplätze im Landkreis Cloppenburg sind entweder noch im Bau oder bereits fertig“, freut sich Irene Block, interne Koordinatorin „KunstBurg“.

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