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Aktualisiert vor 16 Minuten.

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NWZonline.de Region Cloppenburg Kultur

Inszenierung soll für sich selber sprechen

29.08.2017

Friesoythe Die Aufführung des Stücks „Der Club der toten Dichter“, das die Theatergruppe „Eigen:Regie“ aufführt, rückt näher und der Vorverkauf ist bereits gestartet. Der moderne Klassiker wird am 30. September, sowie 1. und 3. Oktober im Forum am Hansaplatz aufgeführt.

In dem Stück kommt es an der Welton-Akademie, die von Direktorin Nolan (Angela Heyer) mit harter Hand geführt wird, zu einem Eklat, als Lehrer Keating (Simon Reiners) nicht Tradition, Ehre, Disziplin und Leistung als Maßstäbe ansetzt, sondern seinen Schülern ein freiheitliches und selbstbestimmtes Leben gegen den Strom beibringt. Dies wird durch eine intensive Liebe zu Literatur und Kunst, Schönheit und Ästhetik, Freundschaft und Toleranz geprägt. Sein Leitspruch: „Carpe diem – Nutze den Tag“.

Die Schüler entschließen sich, den alten Club der toten Dichter wiederzubeleben – unter skeptischer Beobachtung von Zweifler Alex (Marcel Wulf). Er ist fortan eine Heimat für allerlei Andersdenkende: Nicole Perry (Nina Kuhlmann), die trotz eines Verbotes ihres ehrgeizigen Vaters (Michael Schwieger) bei einer Theateraufführung mitwirkt; Tessa Anderson (Sina Pancratz), die immer im Schatten ihres großen Bruders stand; Knox (Henning Gerdes), der in die schöne wie unerreichbare Chris (Anna Wreesmann) verliebt ist; Streberin Meeks (Norina Böhme), die nach Erfüllung jenseits aller Fakten und Informationen sucht; Draufgänger Charlie (Niklas Reinken), der ein Problem mit Regeln hat; Cameron (Pascal Hinderks), der unter Erwartungsdruck steht; und Taylor (Tina Gelert), die Träumerin, die sich in der strikt geregelten Welt der Akademie nicht so recht wohlfühlen kann. Dass dieses Zusammentreffen nicht von der Akademie geduldet werden kann, wird den Schülern erst nach und nach klar.

Das Besondere an dieser Inszenierung ist, dass nicht nur (wie im Original) Jungs die Akademie besuchen, sondern auch Frauen. Diese Konstellation sorgt für besonderen Zündstoff und bietet interessante Konflikte, heißt es in der Ankündigung. Auch das Hinzufügen zweier Rollen fokussiert die Distanz zwischen Anpassung und carpe diem weiter. Den Zuschauer erwarten neben bekannten Bildern eine Reihe neuer Eindrücke. Dabei verzichtet Eigen:Regie auf übertriebene Bühnenbilder und versteckt sich nicht hinter Bergen von Requisiten, sondern lässt die Inszenierung unter Leitung von Linda Thölking und Niklas Reinken für sich selbst sprechen.

Der Text entstand nach einer Vorlage von Peter Langer und wurde von Linda Thölking überarbeitet. Unterstützt wird die Aufführung von Verena Memering, Lena Thieken, Stefan Benken, Tobias Block, Marina Meyer, Christina Wagner, Anna-Lena Knurbein und Nadine Steenken. Die Oldenburgische Landschaft fördert die Inszenierung im Rahmen des Start-Your-Art-Projektes.

Beginn der Aufführungen ist jeweils um 20 Uhr, Einlass ab 19.30. Der Eintritt beträgt fünf Euro€ (ermäßigt drei Euro). Karten und Reservierungen ab sofort unter karten@eigen-regie.de oder bei den Mitglieder. Der Reinerlös kommt wieder einem guten Zweck zugute.

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