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NWZonline.de Region Cloppenburg Kultur

Theater Laboratorium In Friesoythe: Ein Leben den Kindern gewidmet

08.04.2019

Friesoythe Eine besondere Inszenierung bringt das Theater Laboratorium Oldenburg auf die Bühne des Forums am Hansaplatz in Friesoythe: Mit „Wenn ich wieder klein bin – Erinnerungen an Janusz Korczak“, lässt Schauspieler Pavel Möller-Lück seine Puppen wieder lebendig werden. Aufführungstermin ist Sonntag, 19. Mai, ab 17 Uhr. Eintrittskarten für 26 Euro gibt es ab sofort bei der Buchhandlung Schepers, Friesoythe, und bei der LzO Friesoythe.

In dem beeindruckenden und oft spontanen Spiel entführt Müller-Lück die Zuschauer zurück in die Kindheit und erörtert die Fragen der noch jungen Lebensphase. Er ist Erzähler und Puppenspieler gleichermaßen und zieht das Publikum in seinen Bann. Dabei schafft es der Schauspieler, ein ernsthaftes Thema mit ganz eigenwilligen Interpretationen zu durchbrechen.

Denn „Wenn ich wieder klein bin“ erinnert an Janusz Korczak aus Polen, mit bürgerlichem Namen Dr. med. Henryk Goldszmit. Schon während seines Studiums hatte er vor allem verwahrlosten Kindern aus unterprivilegierten Schichten zu helfen versucht. Als Kinderarzt hatte er sich den Ruf eines „unprofessionellen Philosophen“, als Arzt, der nicht nur Medizin verschreibt, sondern auch leicht versteht und gut zuhört, erworben.

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Tagsüber machte er Hausbesuche bei den „Reichen“, nachts ging er zu den Kindern auf der Straße. Er merkte, dass sie es waren, die ihn wirklich brauchten, und so gab er seine Arztkarriere auf, um sein pädagogisches und soziales Engagement als Erzieher von Waisenkindern zur Entfaltung zu bringen. Korczak übernahm die Leitung des jüdischen Waisenhauses in Warschau. Kinder waren für ihn Kinder, keine besonderen Ausstellungsstücke in einem Museum.

Über 30 Jahre leitete er das jüdische Waisenhaus. 30 Jahre Dienst an den Kindern, Jahre, die angefüllt waren von Kinderlachen und Hunderten von kleinen Pflichten. Doch die zunehmende Ghettoisierung Warschaus unter der Herrschaft der Nationalsozialisten warf seine Schatten voraus.

Im August 1940 musste das Waisenhaus in das Warschauer Ghetto umziehen. Die Lebensbedingungen waren katastrophal, doch Korczak stellte sich immer wieder schützend vor „seine Kinder“. Sie sollten keine Angst haben vor dem was kommt. Am 5. August 1942 begleitete er seine 200 Zöglinge freiwillig aus dem Warschauer Ghetto in das deutsche Vernichtungslager Treblinka, wo sich seine Spur verliert. Das Theaterstück dauert 75 Minuten.

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