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NWZonline.de Region Cloppenburg Kultur

Für Plattdeutsch als Schulfach

23.02.2015

Oldenburger Münsterland /Lohne Der Staffelstab ist übergeben. Nach monatelanger Vorbereitung hat am Sonnabend, 21. Februar, das „Plattdeutsche Jahr“ in Lohne im Saal Römann seinen Auftakt genommen. Unter dem Motto „Spraoke is Heimat“ haben die Plattschnacker im Heimatverein sowie die Stadt Lohne ein Jahresprogramm mit rund 70 Einzelveranstaltungen auf die Beine gestellt. „Ihr habt die Messlatte für uns Lohner sehr hoch gelegt“, dankte Bürgermeister Tobias Gerdesmeyer dem vorherigen Ausrichter, der Gemeinde Holdorf. Deren stellvertretende Bürgermeisterin Silvia Boye überreichte ihm die Wanderplakette des „Plattdeutschen Jahres“ und machte so die Übergabe amtlich.

In Zeiten der Globalisierung gehe die regionale Vielfalt verloren, warnte Gerdesmeyer in seiner Begrüßung. Den Menschen sei jedoch die lokale Eigenständigkeit wichtig, bei der die Sprache eine besondere Rolle spiele. Zuvor hatte er selbst ein kurze Einleitung auf Plattdeutsch vorgetragen. „Für mich als Hochdeutscher der schwierigste Teil“, gab er zu.

Koordiniert wird die Veranstaltungsreihe vom Heimatbund für das Oldenburger Münsterland und dem Plattdeutschen Kring. „Unser Anliegen ist es, das Plattdeutsche in den Städten und Gemeinden in den Mittelpunkt zu stellen“, sagte Hans-Georg Knappik, Präsident des Heimatbundes. Die bisherigen Aktionen hätten viel Aufmerksamkeit erregt.

2004 kam dem damaligen Steinfelder Gemeindedirektor Peter Möllmann, dem damaligen Vorsitzenden des Plattdeutschen Krings, Rudolf Timphus, und dem Tourist-Manager Bernd Stolle am Rande des Münsterlandtags die Idee zu einem Kulturjahr „Platt“. Für ihren Verdienst ums Plattdeutsche ehrte Knappik die „Gründungsväter“ Möllmann und Stolle am Sonnabend mit einer Plakette. Timphus war erkrankt.

Sein Platt gehöre eigentlich nicht hierher, erklärte Dr. Reinhard Goltz, Geschäftsführer des Instituts für niederdeutsche Sprache in Bremen, zu Beginn seines Festvortrages. „Das Platt ist überall etwas anders. Und das ist auch gut so.“ In acht Bundesländern wird ihm zufolge heute noch Plattdeutsch gesprochen. Aber insbesondere das Alt-Jung-Gefälle sei gewaltig, gab Goltz zu bedenken, der sich für ein Schulfach „Plattdeutsch“ aussprach. „Wir müssen Platt lernen – und zwar als vollwertige Sprache“, betonte er.


     www.lohne.de 
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