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NWZonline.de Region Cloppenburg Kultur

Auf der Bühne fallen die Hüllen

06.11.2018

Garrel „Ruhe am Set!“, brüllt Pornoproduzent Ralle Schwansen von der Heavy Cream Film Production im Forum der Oberschule Garrel, wenn er eine neue Szene drehen will. Schon der Name – Ralle Schwansen – bringt das Publikum zum Lachen. Damit aber nicht genug, Jacky Jacqueline und Randy Andy sind die Hauptdarsteller in seinem Filmchen „Een, twee, dree, Oberkörper free“. Die aber haben so ihre eigenen Problemchen. „Ich mach’ Ritsche-Ratsche nur, wenn’s Licht aus ist...“, fordert etwa Jacky (Ann-Christin Standt) ein.

Weitere Aufführungen

Wer es verpasst hat: Die schwungvoll gespielte Komödie in drei Akten von Carsten Lögering wird am Samstag, 10. November, um 20 Uhr, Sonntag, 11. November, um 18 Uhr, Samstag, 17. November, um 20 Uhr und Sonntag, 18. November, um 18 Uhr im Forum der Oberschule Garrel erneut aufgeführt.

Der eigentliche Star am Set ist aber Ralle Schwansen (Detlev Göken). Mit goldenen Ketten und Klunkern schwer behangen, seinem knallroten Hemd und der schwarzen Lederweste zieht er das Publikum in seinen Bann und mit seiner abgebrühten, lässigen Art lässt er so manchen Machospruch fallen.

Mit „Een, twee, dree, Oberkörper free“ hat sich die Theatergruppe der Kolpingfamilie Garrel ein Stück ausgesucht, das die komödiantischen Talente der Darsteller bestens zur Geltung bringt. Die gelungene Premierenvorstellung am vergangenen Wochenende sorgte für einen unterhaltsamen Abend voller Lacher und brachte darüber hinaus noch ein paar Ehrungen hervor: Fünf Jahre ist Detlev Göken bereits dabei, Hanna Nienaber spielte bereits zehn Mal mit, während Gerd Schlichting seit 15 Jahren für den Bühnenbau zuständig ist und Bernd König seit einem Vierteljahrhundert seine Talente unter Beweis stellt.

Trotz des albernen Titels ist es ein Stück, bei dem Lust und Liebe verbal aufs Korn genommen werden und alle Klamotten an bleiben. Zumindest fast, legt doch Berufsanfänger Randy Andy (Robert Buschenlange) in einer Szene einen Striptease hin, der sogar die verklemmte Frau Ziege (Hanna Nienaber) vom Ordnungsamt verzückt.

Die Komödie bringt einen skurrilen Typen nach dem anderen auf die Bühne. Die zwei entspannten Dauerstudenten (Bernd Westerkamp und Dirk Nienaber) etwa, denen sowohl die Motivation zu arbeiten, als auch das nötige Kleingeld für Bier und Miete fehlt. Eine Lösung ist in Sicht, als die beiden für schnelles Geld heimlich die leerstehenden Nebenräume der Klatschmanns an den dubiosen Filmproduzenten Schwansen vermieten, der einen „Heimatfilm mit Zärtlichkeit und viel Gefühl“ drehen will.

Lange bekommen Hausmeister Heinz (Martin Backhaus) und Hausdrache Heidi Klatschmann (Andrea Meyer) nichts vom Treiben unter ihrem Dach mit, was natürlich für allerhand Missverständnisse und eindeutig zweideutige Wortspiele beim Aufeinandertreffen mit Regisseur und Darstellern sorgt. Zu guter Letzt ist da noch Oma Grete (Elisabeth Högemann), die immer schon zum Film wollte und hofft, dass man endlich ihr Schauspieltalent erkennt.

Diskretion ist zwar scheinbar das oberste Gebot der Hausbewohner, dennoch legt das witzige Chaos neben Randys Oberkörper auch noch manch andere Überraschung frei.

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