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NWZonline.de Region Cloppenburg Kultur

Kultdisco In Garrel: Kritisches Publikum im „Onkel Wenzel“

13.09.2018

Garrel Wenzel-Musik – das war klassischer Rock. Nicht immer wurde Neues von der Wenzel-Gemeinde akzeptiert. „Das Wenzel-Publikum war durchaus kritisch“, sagt Martin Niehaus alias DJ Nitzie. Er legte ab Mitte/Ende der 90er bis fast zum Ende des „Onkel Wenzel“ mit ein paar Jahren Unterbrechung in der Kultdisco auf. Neue Songs in seine Setlist aufzunehmen – für DJ Nitzie wollte das gut überlegt sein. So ging es ihm etwa bei Rammstein, bevor die mit „Engel“ zum Mainstream wurden. „Kam aber gut an“, erinnert er sich. Bei „Child in Time“ von Deep Purple gab es dagegen schon skeptische Blicke in Richtung des DJs.

Seine „Wenzel“-Zeit begann schon als 15-Jähriger. Die Musik sog er in sich auf – schon damals „gerne rockig“. So stand er in der Nähe des DJ-Pults und verfolgte, was „Schnibbel“ und andere auflegten. „Wenzel-Mucke“ – das war AC/DC, Led Zeppelin, Guns’n’Roses und viele mehr. Den Wenzel-Mix als Live-Mitschnitt gab es sogar als Tape zu kaufen. „Der kursiert heute noch irgendwo.“

In den ersten Jahren im Wenzel habe er „gefühlt“ kaum Geld verdient, erinnert sich „Nitzie“ Niehaus. Der Verdienst vom Wochenende wurde gleich wieder in neue Scheiben investiert – allesamt CDs. Vier gefüllte Koffer zählt er, zum Einsatz kommen sie auf Hochzeiten oder anderen Feiern aber nicht mehr. Auch bei DJ Nitzie ist heute alles digital.

Dem Wenzel habe er viel zu verdanken, berichtet Martin Niehaus, der heute in Neuvrees lebt. Den Titel „Wenzel-DJ“ zu tragen, galt schon damals als Auszeichnung.

Top-5-Songs

Die Top-5-Songs von DJ Nitzie: 1. B 52’s: Love Shake 2. Guns N’Roses: Paradise City 3. Stretch: Why did you do it

4. Led Zeppelin: Stairway to heaven

5. Deep Purple: Child in Time

Wenzel – das war für Martin Niehaus auch Anlaufpunkt wenn er nicht Arbeiten mussten – überhaupt: Als Arbeit würde er das Auflegen nicht bezeichnen: „Das war Spaß und man hat damit auch noch Geld verdient.“

Im Wenzel „kannte man immer jemanden“. Mit dem DJ schnacken und über Rock und neue CDs philosophieren – dazu kam ständig jemand vorbei. „Eine geile Zeit“, sagt Martin Niehaus. Das größte Kompliment für ihn war: Wenn jemand vorbeikam und sagte: „Geile Mucke heute.“

Ob das „Wenzel“ in der bisherigen Form heute noch funktionieren würde? Martin Niehaus ist skeptisch: „Die Zeiten haben sich geändert.“ Zum Ende sei es zusehends schwierig geworden, die Disco voll zu bekommen.

Auf dem „Onkel Wenzel Revival“ (Ü 30) anlässlich des Garreler Freimarkts wird er am Samstagabend gemeinsam mit DJ Timo Gehlenborg ab 20 Uhr auflegen. „Ich freu’ mich schon sehr, mit alten Wegbegleitern zu kaulen.“ Sechs ehemalige Wenzel-DJs legen auf der Bühne vor der Kirche St. Peter und Paul auf. Nach der Eröffnung um 20 Uhr übernimmt von 21 bis 22 Uhr Günther Deeken mit Musik der 70er Jahre die „Plattenteller“, von 22 bis 23 Uhr legt „Kalle“ Knutzen (80er) auf, von 23 bis 0 Uhr Markus Ziegler (90er) und von 0 bis 1 Uhr Heiner Berkemeyer (2000er).

Reiner Kramer stv. Redaktionsleitung Cloppenburg/Friesoythe / Redaktion Münsterland
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