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NWZonline.de Region Cloppenburg Kultur

Mit dem Blick für Möglichkeiten

30.08.2018

Garrel Sich engagieren – für Vitus Högemann war das immer Maxime seines Wirkens. Das gilt für ihn heute in Oldenburg so sehr, wie es davor in Garrel galt. Seit zehn Jahren lebt Vitus Högemann in der Huntestadt. Dort engagiert er sich für den Denkmalschutz, ist auch im Sanierungsbeirat für den Klingenbergplatz vertreten. Auch arbeitet er für die Denkmalpflege im Heimatbund für das Oldenburger Münsterland.

Kulturelles wie gesellschaftliches Engagement zeigt sich auch in den Bildern des gebürtigen Beverbruchers, der viele Jahre in Garrel gelebt hat. Einen Einblick davon präsentiert Vitus Högemann ab kommenden Sonntag, 2. September, im Garreler Rathaus. Gleich mehrere seiner Werke beschäftigen sich mit der ortsbildprägenden Oldenburger Cäcilienbrücke. Doch mit der reinen Abbildung – höchstens grobe Skizzen fertigt Högemann zuvor – ist es bei ihm nicht getan. So zeigt ein anderes Bild seine Ideen zur Gestaltung eines Kreisverkehrs – „etwas provokant vielleicht“, urteilt Vitus Högemann.

Über die Umgestaltung der Garreler Pfarrkirche St. Peter und Paul hatte sich Högemann schon seine Gedanken gemacht. In der Überlegung stand, die Bücherei in den Kirchenbau zu integrieren. Vitus Högemann hatte eine Vision vor Augen, die in einem Bild mündete. Ein aus Jahrhunderte alten Douglasien-Bohlen geschaffenes bemaltes Holzkreuz stellt Högemann in Garrel ebenfalls aus.

Überhaupt die Kirche: Für die St.-Bonifatius-Kirche in Donnerschwee in Oldenburg, die verkauft werden soll, könnte sich Högemann ein Sakralmuseum vorstellen. Das habe er auch dem Offizialat in Vechta mitgeteilt.

Etwas figürlicher sind einige großformatige Malereien, die teils an Kirchenfenster, teils an russische Ikonenmalerei erinnern. Füllmaterial unter der Farbschicht geben dem Bild eine Reliefstruktur. Etwas schaffen, das „Bestand hat“, möchte der 80-jährige Künstler, der in den 70er Jahren den Weg zur Malerei gefunden hatte. Öl auf Papier und Holz – „das ist mein Ding“.

Die Malerei als Handwerk war Vitus Högemann in die Wiege gelegt, hatte doch sein Vater ein Malergeschäft. Auch Vitus Högemann schlug den Weg des Malers und Lackierers ein, in Garrel machte er sich mit einer Autolackiererei an der Kaiforter Straße selbstständig. Die Kultur „hat er immer im Sinn gehabt“, bestätigt Ulla Tangemann-Rolfes, Vorsitzende des Garreler Kunst- und Kulturkreises. Er sei eine der treibenden Kräfte des Garreler Kunst- und Kulturkreises gewesen. In Oldenburg hatte Högemann diverse Ausstellungen. Auch in Garrel hat er bereits früher Werke präsentiert: im Restaurant von Ioannis Parasidis.

Die Ausstellung möchte der Maler seinem langjährigem Freund und Weggefährten Norbert Högemann, der 2015 verstorben war, widmen, mit dem er auch etwa im Garreler Heimatverein zusammengearbeitet hatte. „Kunst gibt mir Kraft, die innere Ruhe zu finden“, sagte Högemannn vor einiger Zeit.

Reiner Kramer stv. Redaktionsleitung Friesoythe / Redaktion Münsterland
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