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NWZonline.de Region Cloppenburg Kultur

Energie, Groove und Hingabe

22.01.2018

Garrel „Drängender in der Körpersprache“, „akzentuierter, phrasierter“ – immer wieder lässt Wolfgang Zerbin den Refrain von „Es gibt noch Hoffnung in der Welt“ wiederholen. Mal mit dem Sopran, dann mit dem Alt und schließlich sind die Männer an der Reihe. Im Forum der Oberschule Garrel grooved es an diesem Samstag gewaltig. Im Gospel- und Pop-Workshop, den erstmals das Kolping-Gesangsteam Garrel organisiert hatte, studierten 114 Teilnehmer verschiedene Gospel- und Pop-Lieder ein – darunter 15 Männer. Eine Rekordbeteiligung, freuten sich Zerbin und auch das Orga-Team des Kolping-Gesangsteams.

In der katholischen Kirche St. Peter und Paul in Garrel erlebten am Sonntagmorgen zahlreiche Zuhörer, was sie während des Workshops erarbeitet hatten. Mehrere englisch- und deutschsprachige Pop- oder Gospellieder präsentierte der Projektchor in der Kirche. Dabei kam die Größe des Chores in dem großen Gotteshaus voll zum Tragen. Auch Solisten kamen zum Einsatz. Sie hatten sich in Sonderschichten am Samstagabend und am Sonntagmorgen auf ihre Auftritte vorbereitet. Diakon Günter Hinxlage sagte in der Messe, die Kirche müsse Mut haben, neue Wege zu beschreiten. Er hoffe, dass ein Gottesdienst in dieser Form wiederholt werden könne.

Der Gottesdienst bildete den Höhepunkt des Workshops, der zum sechsten Mal, in den vergangenen Jahren vor allem in Altenoythe von den Jovi-Singers, durchgeführt wurde. Wolfgang Zerbin, erfahrener Chorleiter, Pianist, Komponist und Arrangeur aus Rommerskirchen bei Köln, freute sich über den hohen Anteil an Sängerinnen und Sängern mit Chorerfahrung: „Einiges von dem, das wir hier machen, wäre in anderen Workshops nicht möglich.“ Zu einem Workshop gehöre auch, sich an einem Song abzuarbeiten. „Die Mischung macht’s.“ Denn andere Lieder waren schneller gelernt.

Chorerfahrung oder Notenkenntnisse waren gleichwohl keine Voraussetzung zur Teilnahme. „Auch nicht so chorerfahrene Sängerinnen und Sänger sind hier gut aufgehoben“, sagte Zerbin. Das Hauptaugenmerk legte der Chorleiter auf Dynamik, Phrasierung und Artikulation. Gerade in Liedern in der harten deutschen Sprache nicht eben leicht. Da müssen die ein oder anderen Silben schon mal „vernuschelt“ werden. Gregor Meyle oder Sarah Connor bildeten dafür gute Beispiele, so Zerbin.

„Der Spaß darf aber auch nicht auf der Strecke bleiben“, sagte Zerbin. Den hatten Elke Looschen und Renate Hogeback vom Kolping-Gesangsteam in jedem Fall – auch dank des enthusiastischen Leiters Zerbin. Sie hätten auch von den Teilnehmern viel positive Resonanz erfahren. Hervorragend sei gewesen, dass sie die Oberschule nutzen konnten. Es sei eine Gelegenheit, mal andere Lieder zu singen.

„Vielleicht findet der ein oder andere Sänger ja so in einen der Garreler Chöre“, hofft Elke Looschen. Chorleiter Zerbin jedenfalls habe es verstanden, die Teilnehmer des Workshops mitzureißen. Gleiches gelang dem Chor beim Auftritt am Sonntag in der Kirche.

Reiner Kramer stv. Redaktionsleitung Friesoythe / Redaktion Münsterland
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