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NWZonline.de Region Cloppenburg Kultur

Priesterjubiläum: Die tägliche Eucharistie ist sein Lebenselixier

16.10.2020

Garrel „In Indien feiert man ein Jubiläumsjahr und nicht den Tag“, erklärt Pater Thomas Chediat, warum er nicht am 28. Dezember sein silbernes Priesterjubiläum feiert. An diesem Tag vor 25 Jahren wurde er in Pathanamthitta, einer Stadt in Kerala in Indien, mit vier weiteren Ordensleuten zum Priester geweiht. Obwohl ein Jahr lang gefeiert wird, kann Pater Thomas sein Jubiläum nicht in der indischen Heimat feiern. Es gibt keine Flugverbindungen, jeweils nach den Flügen müsste er 14 Tage in Quarantäne.

Besuch aus Indien

Im Januar war er zum letzten Mal in Indien. Seine 96-jährige Mutter hat er im August letzten Jahres besucht. Ob er sie im nächsten Jahr besuchen kann? Der geplante Besuch seines Bruders und seines Neffen zur Jubiläumsfeier ist nicht möglich.

Jetzt bleibt er notgedrungen in Garrel. Damit kann er gut leben, denn Garrel ist ihm zur zweiten Heimat geworden. Sei September 2006 ist er hier Priester, hat viele Menschen kennengelernt und Freunde gewonnen. Die Feier der Sakramente, in besonderer Weise auch die tägliche Eucharistie, sind sein Lebenselixier. So lebt er seine Berufung. „Ich halte keine Messe, ich feiere sie“, ist ihm wichtig.

Und ein zweites ist für Pater Thomas entscheidend. „Ich lebe für den Orden“, sagt er. Er gehört zum „Bethany-Orden“, der sich in seinen Zielen auf Martha und Maria beruft. Arbeit und Gebet, Aktion und Kontemplation sind wichtige Prinzipien. 262 Männer gehören dem Orden an. Sie wirken in vielen Ländern.

Es war nicht einfach für den indischen Priester, in Deutschland und Garrel heimisch zu werden. Er durchlebte einen Kulturschock. Sprache, Ernährung und Klima – alles war anders. Eine Kleinigkeit fehlt allerdings noch: Das „Oldenburger Nationalgericht“, den Grünkohl, verträgt er nicht. Das heißt nicht, dass er keine Einladung annähme. Eine Absage widerspricht seiner Überzeugung.

Herz für Kranke

Er ist gekommen, um den Menschen zu dienen, nahe bei ihnen zu sein. Sein Herz schlägt in besonderer Weise für die Kranken. Regelmäßige Hausbesuche und die Krankenkommunion sind ihm wichtig. Leider bremst Corona seinen Wunsch, die Kranken in Krankenhäusern zu besuchen, aus.

Pater Thomas Chediat trat nach einem Wirtschaftsstudium 1987 in den Orden ein, realisierte so seinen Wunsch, Priester zu werden. Er studierte Philosophie und Theologie und war noch vor seiner Priesterweihe Vizerektor eines Studentenheimes. Nach seiner Weihe am 28. Dezember 1995 wurde er Sekretär in der Ordensleitung. Gleichzeitig übernahm er als Rektor die Ausbildung der Priesterkandidaten. Er leitete eine Hochschule und war Pfarrer zweier Kirchengemeinden.

Die Frage, wie lange er noch in Garrel bleibt, beantwortet er schnell: „Ich bleibe so lange, bis der Orden mir eine andere Aufgabe überträgt“. Paul Horst geht in drei Jahren in den Ruhestand. Bis dahin wünscht er sich, dass Pater Thomas in Garrel bleibt und noch den Nachfolger unterstützt.

Doch zunächst wird am Sonntag um 10 Uhr ein Festhochamt in der Pfarrkirche gefeiert. Auch in seiner Heimat werden viele die Feier verfolgen: Das Internet macht’s möglich.

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