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NWZonline.de Region Cloppenburg Kultur

Heimatfreunde „erklimmen“ Tillyhügel

10.05.2019

Garrel /Wardenburg Unter der Leitung des Heimatforschers Dirk Faß aus Sage-Haast haben 26 Heimatfreunde des Heimatvereins Garrel eine Morgenwanderung in der Gemeinde Wardenburg unternommen. Ausgangspunkt war der Parkplatz an der evangelischen Marienkirche, der in Fahrgemeinschaften angesteuert worden war.

Bei strahlendem Sonnenschein wanderte die Gruppe zur Hunte, überquerte sie und ging an ihr ein Stück entlang, ehe sie sich dem Tillysee zuwandte. Dirk Faß erläuterte die natürlichen Gegebenheiten der Umgebung und die Eingriffe des Menschen in die Natur. Die Hunte ist in vergangener Zeit in der Region begradigt worden und darf außerhalb der Brutzeit mit dem Kanu befahren werden. Der Tillysee ist ein ehemaliger Baggersee, der im Jahr 1984 im Zuge des Autobahnbaus entstanden ist. Dieser See liegt nun in idyllischer Lage in einem Waldgebiet.

Von hier aus wanderte die Gruppe zum Tillyhügel, auf dem 1925 ein Ehrenmal für die gefallenen Soldaten des Ersten Weltkrieges errichtet worden war, das nach dem Zweiten Weltkrieg um eine weitere Inschrift ergänzt wurde. Dirk Faß erläuterte, dass an dieser Stelle des Feldherrn Tilly gedacht wird und in Wardenburg auch Feste zu Ehren Tillys gefeiert werden und dabei die negativen Folgen der Belagerung ausgeblendet werden. Der Oberbefehlshaber Tilly hatte hier im Dreißigjährigen Krieg vom 2. bis zum 23. September 1623 mit etwa 25 000 Mann sein Feldlager aufgeschlagen. Diese große Schar musste versorgt sein, so war auch jedes Mittel recht, um an Nahrung zu kommen. Der Schaden an Land und Bewohnern führte geschichtlich wohl nicht zu einem erfreulichen Ergebnis der Tilly’schen Belagerung. Es hatte Plünderungen und Verwüstungen gegeben.

Wieder im Ortskern von Wardenburg angekommen, wurde die Marienkirche besichtigt, die seit dem 14. Jahrhundert eine Wallfahrtskirche war. Einzigartig ist der Taufstein, der auf einer im Jahre 1928 gearbeiteten Sandsteinsäule steht und von einem Schalenträger aus Messing bedeckt ist. Er gleicht einer großen zahnärztlichen Krone und ist vermutlich der Schlussstein im Gewölbe der Burgkapelle eines Schlosses gewesen, das einmal an der Lethe gestanden hatte.

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