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KIRCHE: Garreler befördern Bischof per Kutsche

15.06.2009

GARREL Die 270 000 Katholiken im oldenburgisch-niedersächsischen Teil seines Bistums hat der Bischof von Münster, Dr. Felix Genn, am Sonnabend aufgerufen, für andere Menschen in der Gesellschaft als Christen erkennbar zu sein. Genn, seit 77 Tagen im Amt, feierte anlässlich seiner ersten Begegnung mit den Gremien und Räten aus 64 Pfarreien sowie den Delegationen aller 40 katholischen Verbände des Offizialatsbezirks Oldenburg in der Pfarrkirche St. Peter und Paul Garrel ein festliches Pontifikalamt (bischöflicher Festgottesdienst).

1000 Gläubige

Vor mehr als 1000 Gottesdienstteilnehmern entschlüsselte Genn in seiner Predigt das Wort des Apostels Paulus „Wenn jemand Christ ist, ist er eine neue Schöpfung“. Christen sind nach den Ausführungen des Bischofs „Menschen, die nicht zu hassen brauchen, die es nicht nötig haben, um ihrer Selbsterhaltung willen, Rache zu üben, sondern die vergeben können“. Weiter seien Christen Menschen, deren Ja ein Ja und deren Nein ein Nein ist und auf die man sich verlassen kann. Christen seien auch Menschen, die sich immer wieder bemühen, den anderen nicht aus dem Blickwinkel des Verdachts und des Misstrauens zu betrachten, sondern aus der Perspektive des Vertrauens und Entgegenkommens. Wenn es Christen gelinge, sich darin zusammenzuschließen, führe dies zu einer Erneuerung des gesellschaftlichen Klimas. „Was kann das für eine Atmosphäre schaffen?“, rief Bischof Genn den versammelten Katholiken aus den Gemeinden und Verbänden des Oldenburger Landes zu. Diese Kraft der Erneuerung aus dem

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Evangelium helfe Menschen auf die Spur, zu erfahren, dass die christliche Botschaft nicht etwa schal oder fade, sondern Gewürz und Nahrung des Lebens sei.

Evangelium teilen

Auftrag aller Christen in der Gesellschaft und im jeweils persönlichen Umfeld sei es, die Worte des Evangeliums mit anderen Menschen zu teilen und daraufhin zu lesen, was es für die jeweilige Gemeinschaft bedeutet.

Festlich war schon der Einzug zum Pontifikalamt in die Peter und Paul Kirche. Rund 150 Bannerträger katholischer Verbände standen Spalier auf der fahnengeschmückten Hauptstraße der 10 000 Einwohner zählenden Gemeinde Garrel, um Bischof Genn und den ihn begleitenden Vechtaer Weihbischof Heinrich Timmerevers zu begrüßen. Mitwirkende Konzelebranten und Diakone im Gottesdienst waren Dechant Paul Horst, August Böckmann und Timo Läken sowie weitere Priester aus dem Offizialatsbezirk Oldenburg. Die Kirchenmusikerin Rebecca Voss mit einem eigens für das Kirchenfest zusammengestellten Projektchor aus dem Dekanat Friesoythe und Werner Haselier an der Orgel sangen und musizierten.

Morgens früh schon leitete Garrels Bürgermeister Andreas Bartels den Bischof – der sich bereits in Falkenberg in das Goldene Buch Garrels eingetragen hatte – mit Kutschgespann und Reitereskorte von der Gemeindegrenze in Falkenberg zum Festort Garrel. Der Musikverein Garrel sorgte seinerseits für festliche Stimmung im Ortszentrum.

Begegnungen im Forum

Bei der dem Gottesdienst folgenden Begegnung des Bischofs mit den Abordnungen aus den Gemeinden und Verbänden im Forum des Realschulzentrums Garrel präsentierten die Vorsitzende des Komitees Katholischer Verbände, Hildegard Kröger, und Stephan Grabber als Moderator des Oldenburgischen Pastoralrats fünf exemplarisch ausgewählte Projekte, die das Leben der Katholischen Kirche im Oldenburger Land widerspiegeln.

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