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NWZonline.de Region Cloppenburg Kultur

Bühne: „Gaukler“ treffen ins Schwarze

12.03.2012

CLOPPENBURG Die „Gaukler des Kardinals“ hatten einen entspannten Varietéabend mit anregenden Gesprächen versprochen. Fürs Letztere waren am Freitagabend die rund 100 Gäste in der Aula des Cloppenburger Clemens-August-Gymnasiums selbst zuständig. Um kleine Tische hatten die Protagonisten Stühle zu kleinen Gruppen arrangiert, in der Mitte des Saals eine Plattform, auf der sechs mit Zeitung beklebte Stühle standen. Für Unterhaltung sorgten die Mitglieder der Theater AG des CAG – die Gaukler des Kardinals – mit „Schwarz auf weiß, die Gaukler machen Schlagzeilen“.

Und das ist ihnen mit der Premiere gelungen. In fünf Sketchen nahmen sie Zeitgenössisches aufs Korn und trafen ins Schwarze. Die „Umfrage des Tages“ war es etwa, in der Katja Kuhlmann und Marion Bartl vor lauter Geschäftstüchtigkeit und Kompetenz in modernen Medien den Blick in die Normalität von Katharina Vorwerk verloren hatten: „So dünn und so viele Informationen.“

Oder in der „Auseinandersetzung im Park“ zwischen Lara Böckmann als Kindergärtnerin und Anne Skudelski als Rentnerin, in dem zwei Generationen, Lebenseinstellungen, aufeinandertreffen: Über andere lacht man nicht, und schon gar nicht so laut, dass man dabei keine Zeitung lesen kann.

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In „Eine Frau wirft sich weg“, dem dritten Sketch, spielt Berit Thölking eine 35-jährige Selbstmörderin. Statt dass ihr geholfen wird, wird sie ausgeplündert und schlussendlich vom Dach gestoßen. Im vorletzten Stück werden „mysteriöse Gestalten gesichtet“: Zwei Möchte-Gern-Spione fühlen sich verfolgt und wissen eigentlich überhaupt nicht, wer oder gar wo der Feind ist.

Einen satirischen Hinweis auf die Wertigkeit des Patienten im Gesundheitswesen erlebten die Zuschauer im letzten Sketch mit allen Beteiligten. „Skandal im Hospital“ steht als Überschrift in der Zeitung – „schwarz auf weiß“. Neueste Apparate aus der Medizintechnik, ein Schwarm an Medizinern und Assistenten – aber wo ist eigentlich die Patientin? Ach ja, die technischen Daten über die Geburt, bitte im Internet in den sozialen Netzwerken nachlesen.

Mit der Inszenierung ist die Theater AG ein Wagnis eingegangen, das sich sicher gelohnt hat. Auch die Pausen zwischen den einzelnen Sketchen taten ein Übriges zum gelungenen Varietéabend mit anregenden Gesprächen. Den Zuschauern gefiel es und so zollten sie am Ende ihren Respekt. Die letzte Aufführung ist am Dienstag, 13. März, um 19.30 Uhr in der Aula des CAG zu sehen.

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