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NWZonline.de Region Cloppenburg Kultur

Wenig Schlaf, dafür viel erlebt

18.10.2018

Gehlenberg Sie heißen mit Nachnamen Abeln, Gerdes oder Janszen, wohnen in der Loruper Straße und die älteren Mitbürger sprechen Plattdeutsch. Es könnte sich also um eine gewöhnliche Ortschaft im Hümmling handeln. Doch die Rede ist von Cincinnati in den USA, Luftlinie rund 6800 Kilometer von hier entfernt. Zahlreiche deutsche Auswanderer aus dieser Region fanden in der Stadt im Bundesstaat Ohio eine neue Heimat und leben dort schon seit mehreren Generationen.

Verwandtschaftliche Beziehungen werden nach wie vor gepflegt. Und so besuchte vor zwei Jahren der US-Amerikaner Dave Abeln die Heimat seiner Vorfahren, Lorup. Und eher zufällig schlug er bei einem Schießabend des Schützenvereins Gehlenberg auf, um „Moin“ zu sagen. Diese Begegnung war der Ursprung für eine Tour, die eine Gehlenberger Reisegruppe wohl immer in bester Erinnerung behalten wird.

Wenn schon, denn schon

Dave Abeln trat an diesem besagten Abend nicht nur ganz offiziell dem Schützenverein bei, er lud auch zum Schützenfest nach Cincinnati ein. Was anfänglich von einer Handvoll Schützen eher aus der Bierlaune heraus wohlwollend zur Kenntnis genommen wurde, entwickelte sich zu einem Selbstläufer. Frei nach dem Motto: „Wenn schon, denn schon.“ Innerhalb kürzester Zeit lagen rund 50 Anmeldungen vor.

Nach zweijähriger Tourplanung war es in diesem Oktober dann endlich soweit. 47 Gehlenberger machten sich auf den Weg in die USA. Erste Station: Fort Wright, einem Stadtteil von Cincinnati. „Dort wurden wir hervorragend aufgenommen. Die Gastfreundschaft war überwältigend“, sagt Rolf Behnen, Vorsitzender des Schützenvereins Gehlenberg, der die 14-tägige Fahrt mitorganisiert hatte. „Wir wurden als Freunde empfangen“, ergänzt Norbert Schade, der ebenfalls zum Organisationsteam gehörte.

Passend zur Anreise fand vor Ort ein Oktoberfest statt. Dort wurden die Gäste aus Norddeutschland unter anderem von Bürgermeister David Hatter empfangen. Zuvor marschierten die Gehlenberger mit der Vereinsfahne voran auf das Festgelände. Den Gastgebern überreichten sie einen eigens angefertigten Tischwimpel, Orden und Urkunden sowie eine Einladung zu einem Gegenbesuch.

Die ersten Tage verbrachte die Reisegruppe in Cincinnati, besichtigte unter anderem ein Baseballstadion, eine Brauerei und eine Kathedrale. „Dave Abeln und seine Freunde haben sich super um uns gekümmert“, ist Behnen von den Gastgebern begeistert.

Nach dem gelungenen Start ging es mit dem Bus über Columbus und Cleveland weiter zu den weltberühmten Niagarafällen. Von kanadischer Seite aus näherten sich die Gehlenberger dem Wasserfall auf einem Boot. „Diese Naturgewalt ist sehr beeindruckend“, sagt Schade. Noch mehr Nervenkitzel gab es dann wenige Kilometer stromabwärts. Dort überquerten sie den Niagara River in über 40 Metern Höhe mit einer Gondel.

Nach einem Zwischenstopp im Weinanbaugebiet Ithaca näherten sich die Gehlenberger der Weltmetropole New York. Spät am Abend erreichten sie ihr Ziel. Da ihr Hotel mitten im Zentrum lag, war bereits die Anfahrt zum Domizil durch die Straßen von Manhattan eine Reise wert. „Das ist wirklich eine andere Welt“, berichtet Behnen. Die Stadt sei in ständiger Bewegung. In den folgenden Tagen hatte die Schützengruppe alles besichtigt, was man als Tourist sehen musste. „Besonders beeindruckend war der Besuch des Ground Zero“, sagt Behnen. Es sei kaum vorstellbar, dass dort einmal die Twin Tower des World Trade Centers gestanden hatten. Das Mahnmal zur Erinnerung an die Anschläge vom 11. September 2001 sei „ein bewegender Ort“, so Schade.

Über Philadelphia und Baltimore führte die Reise zu ihrem Abschlusspunkt: Washington. Hier würde es im Gegensatz zu New York viel ruhiger und beschaulicher zugehen. Die geschichtsträchtige Hauptstadt mit dem Weißen Haus und dem Capitol habe ihnen sehr gefallen.

Am letzten Abend ließen die Gehlenberger ihre Eindrücke in gemütlicher Runde noch einmal Revue passieren. Zu den Erinnerungen gehörte auch, dass ein Teil der Gruppe 40 unendlich lange Minuten in einem kleinen Aufzug festsaß. Oder das eine Gehlenbergerin in New York einer fremden Frau durch ihr schnelles Handeln vermutlich das Leben gerettet hat. Diese war im Hotelflur plötzlich zusammengebrochen und wurde so lange beatmet, bis die Rettungskräfte eintrafen.

Tolle Gemeinschaft

Dann kam am Abend noch ein Überraschungsgast um die Ecke. Dave Abeln ließ es sich nicht nehmen, die Gäste aus Deutschland zu verabschieden. Dafür legte er rund 800 Kilometer zurück. „Dave hat dafür gesorgt, dass wir eine tolle Reise hatten. Dafür kann man ihm gar nicht genug danken“, sagt Rolf Behnen. Der Vereinsvorsitzende freut sich aber auch darüber, dass alle Reiseteilnehmer immer so gut mitgemacht und eine tolle Gemeinschaft gebildet hätten.

Norbert Schade zieht ein knappes, aber ein wohl sehr passendes Fazit der Reise: „Es gab wenig Schlaf, dafür haben wir wahnsinnig viel erlebt.“

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Carsten Bickschlag Redaktionsleitung Friesoythe / Redaktion Münsterland
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