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Magie: Gelernt wie von Zauberhand

17.02.2016

Friesoythe Ganz behutsam dreht Tim das schwarze Tuch vor und zurück. Er legt es vorsichtig auf einen Zylinder. Als der Neunjährige es das nächste Mal hochhebt, lässt er ein Ei aus dem Tuch purzeln. Der Drittklässler freut sich, dass der Zaubertrick geklappt hat. Das Erarbeiten von kleinen verblüffenden Tricks ist Teil einer Projektwoche rund um das Thema Zaubern an der Ludgeri-Schule.

Alle Schüler üben gemeinsam mit Zauberer Casablanca und ihren Klassenlehrern für die große Aufführung am Freitag. Die eine Hälfte der Kinder führt das Gelernte um 15 Uhr, die andere um 16 Uhr in der Schule auf. „Jeder von uns wird mindestens einen Trick zeigen“, erklärt Drittklässler Tim. Immer abwechselnd sind die Zauberschüler mal bei Magier Casablanca und dann wieder im Klassenraum und üben jeder für sich.

„Ihr müsst ganz konzentriert sein, sonst kann ein kleiner Fehler dazu führen, dass euer Trick nicht klappt“, ermahnt Zauberer Casablanca alias Rudolf Hofmann. Im nächsten Atemzug erklärt er, warum bei den Kartenzaubereien jeder Handgriff wichtig ist. „Ihr müsst die Spielkarten so halten, dass das Publikum sie gut sehen kann, ohne dabei jedoch euren Trick zu verraten“, erklärt er und macht es sowohl richtig, als auch falsch vor. Ganz gespannt blicken die Kinder in der Pausenhalle nach vorn und versuchen, sich die einzelnen Schritte zu merken. Unter Anleitung des Zaubermeisters zeigen die Klassenlehrer ihren Schülern die magischen Aktionen. Damit sie auch wissen, wo die Schwierigkeiten liegen. Dann geht es für die Drittklässler in den Klassenraum zurück.

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Die Klassenlehrerin der 3a, Margaretha Buschkotte-Barth, hilft den Kindern und zeigt Ihnen kleine Verbesserungen. „Manchmal kann ich aber auch von den Kindern noch was lernen“, lacht sie. So geht es auch Manuela August. Sie ist eine von zahlreichen Elternteilen, die die Lehrkräfte während der Projektwoche unterstützen. In jeder Klasse sind eine Mutter und ein Vater zur Unterstützung dabei. „Es ist schön zu sehen, wie gut die Kinder den Dreh schon raushaben“, sagt die 42-jährige Friesoytherin.

So beispielsweise auch die Neunjährige Angelina. „Es ist nicht so schwierig, aber ein bisschen üben muss ich schon“, sagt die Drittklässlerin. „Das Zaubern mit dem Hut macht am meisten Spaß“, findet sie. Das sieht ihr Zauberpartner Justin ganz anders: „Ich kann die Kartentricks am Besten“, sagt er und holt eine große rote Karo-Karte aus seiner Zauberbox, einem Schuhkarton mit den Zaubermaterialien. Zackig dreht er die Karte hin und her und erzeugt dabei jedes Mal eine andere Augenzahl. „Den Trick will ich gern Freitag aufführen“, sagt der Grundschüler.

Anna Lisa Oehlmann Volontärin, 3. Ausbildungsjahr / NWZ-Redaktion
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