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NWZonline.de Region Cloppenburg Kultur

Kapelle Bokelesch: Geschichte der Johanniter auf der Spur

17.03.2011

BOKELESCH Zu klein war das neue Informationszentrum im ehemaligen Pfarrhaus in Bokelesch, um die annähernd 100 Gäste aus Kirche, Politik, Verwaltung und Wirtschaft aufnehmen zu können. Deshalb fand die feierliche Eröffnung am Mittwoch gleich nebenan, in der jahrhundertealten Johanniterkapelle statt.

Bürgermeister Hubert Frye freute sich über den großen Zuspruch und nutzte den Festakt, um allen zu danken, die das Gelingen des Projektes ermöglicht hatten. Darunter die Ideengeber für den Informationspunkt, Pfarrer Miroslaw Piotrowski, und Hartmut Frerichs vom Heimatbund Oldenburger Münsterland.

Im Besucherzentrum neben der Kapelle informieren künftig Tafeln, Objekte und Filme über das Leben der friesischen Johanniter im deutsch-niederländischen Küstengebiet. Es soll dem wissenschaftlich interessierten Publikum und den Touristen, die in die Region kommen und die Kapelle besichtigen, die Möglichkeit geben, sich in die Klostergeschichte im friesischen Raum zu vertiefen, wie Frye anmerkte.

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Das Besucherzentrum ist Teil eines grenzüberschreitenden Projektes namens „HAIP – Historisch archäologischer Informationspunkt“ der Gemeinde Saterland mit der niederländischen Stiftung „Vrienden van de Nieuwe Schans“. Saterländer und Niederländer realisierten im Rahmen des Projekts gemeinsam regionale Informationszentren für historisch und archäologisch bedeutsame Stätten und Gebiete. Das niederländische Informationszentrum über die friesische Klosterlandschaft auf holländischer Seite ist bereits im Juni 2010 in Bad Nieuweschans eröffnet worden. So wünschte am Mittwoch denn auch Peter Hagedorn, Vorsitzender des niederländischen Partners, den Saterländern zur Eröffnung ihres Zentrums viel Erfolg und viele Gäste.

Verantwortlich für den Umbau des aus den 1950er Jahren stammenden Pfarrhauses zum Informationszentrums war Architektin Christine Tonndorf, die Bürgermeister Hubert Frye symbolisch den Schlüssel für das Haus übergab. Das Besucherzentrum besteht unter anderem aus Veranstaltungssaal, Galerie und weiteren Ausstellungsräumen. Der Umbau kostete inklusive Einrichtung und Außenanlagen 427 000 Euro. Rund 20 Prozent der Kosten trägt die Gemeinde Saterland. Maßgeblich gefördert wurde das saterfriesisch-niederländische Projekt durch das Interreg-Programm der Ems Dollart Region.

„Der heute eröffnete historische Informationspunkt der friesischen Johanniter ist eine wertvolle Ergänzung zum Ausbau des touristischen Angebots im Grenzraum“, lobte EDR-Vorstandsmitglied Hans Eveslage das Projekt.

Lob für das Besucherzentrum in Bokelesch gab es auch von Joachim Werren, Generalsekretär der Stiftung Niedersachsen, und Dr. Michael Brandt von der Oldenburgischen Landschaft,

Das Informationszentrum gibt Einblicke in die Entstehung und Entwicklung der Johanniterkapelle in Bokelesch. Das kirchliche Bauwerk ist das einzige noch erhaltene Bauwerk von ehemals 24 Klöstern der friesischen Johanniter und somit ein bauliches Zeugnis der Klostergeschichte des Johanniterordens.

Das Kloster in Bokelesch war das geistige Zentrum einer kleinen Ordensgemeinschaft von Johanniternonnen und -mönchen. Um 1132 siedelten sich erstmals Benediktinermönche auf friesischem Boden an, ihnen folgten – wie auch in Bokelesch – die Johanniter. Die Ordenshäuser und Klöster zogen sich damals auch bis auf heutiges niederländisches Gebiet. Im neuen Informationszentrum erfahren die Besucher etwas über das Leben der Gottesschwestern und -brüder bis zu ihrem Rückzug aus Bokelesch im 16. Jahrhundert.

Der letzte Komtur von Bokelesch verpachtete die Güter. Noch bis ins 19. Jahrhundert blieben die Güter in Ordenshand.

Thomas Neunaber Barßel/Saterland / Redaktion Münsterland
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