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NWZonline.de Region Cloppenburg Kultur

Schauspielkunst: Von Sheriffs und Revolverhelden

11.03.2020

Grönheim Bereits zum elften Mal gehen die Schauspieler der Spälkoppel Peheim auf Mörderjagd, und das Landcafé Peek in Grönheim wird zum Tatort. Das erfolgreiche Format, ein Krimidinner, verbindet ein kulinarisches Verwöhnprogramm von Familie Peek mit dem Schauspiel. Dieses zweite Ensemble hat mit den Absagen des ersten Ensembles nichts zu tun (siehe Meldung)

Am Sonntag gab es eine erfolgreiche Premiere: Von der schauspielerischen Leistung der Spälkoppel Peheim und dem kulinarischen Gaumenschmaus der Familie Peek können sich die Gäste noch an diesem Wochenende (13. und 14. März), sowie am 18. März (Mittwoch) und 27. März (Freitag) überzeugen. Dinner und Theater kosten 39,90 Euro. Karten gibt es bei der Gaststätte Peek.

Aber die Gäste dürfen sich nicht nur entspannt zurücklehnen: Sie werden als Teil des Theaterstücks mit eingebunden und dürfen vor der großen Auflösung auch mitraten. Wer dann noch den richtigen Täter benennen kann, kommt in einen Lostopf und hat die Möglichkeit, einen Gutschein für das Landcafé Peek zu gewinnen. Günther Wanke, Mitwirkender seit der Geburtsstunde der Aufführungen im Landcafé Peek, lädt mit dem Ensemble und der Familie Peek in diesem Jahr zu einer „wilden“ Zeitreise ein:

Mit dem Krimi-Dinner von Casten Ellerhorst, welches eigens von den Schauspielern ins Plattdeutsche übersetzt wurde, werden die Gäste in den Wilden Westen entführt. Im Jahr 1865 bietet Butch (Christoph Schrand) mit seinen Angestellten Annie und Fanny (Annette Wernke und Tanja Gerken) besondere Dienstleistungen in seinem Saloon in „Monte Grönheim“ an. Plötzlich wird der örtliche Sheriff tot aufgefunden. Revolverheld James T. Dexter (Uwe Niemeyer) will umgehend den beschuldigten Häuptling der Sioux für den Mord hängen. Farmerin Mary Adams (Christa Flint) stellt sich ihm jedoch in den Weg. Kopfgeldjäger Django Colt (Günther Wanke) passt ein Lynchmord im wahrsten Sinne nicht Recht ins Geschäft. Als dann noch die Häuptlingstochter Elu (Ellen Horstmann) auftaucht, eskaliert die Situation. Die Gäste können einen Mordsspaß erwarten – inklusive gefährlichem Kugelhagel.

„Diese Art der Schauspielerei ist nicht für jeden Schauspieler etwas, das trauen sich nicht viele zu“, verrät Luisa Cordes, die Spielleiterin der Spälkoppel Peheim. Das Format des Krimidinners findet unmittelbar zwischen den Gästen statt. Die Schauspieler müssen gegebenenfalls spontan reagieren. Zum Beispiel sei bereits eine Leiche gekitzelt worden, oder reingeworfene Sprüche von Gästen führten zu ungeplanten Lachanfällen.

„Darüber hinaus arbeitet dieses Ensemble ganz ohne Souffleur, das ist ja gar nicht möglich, so nah am Gast“, betont Luisa Cordes. Es gibt also keine Hilfsperson, die bei Texthängern oder vergessenen Einsätzen den Schauspielern aus der Patsche helfen kann. „Das ist schon eine Herausforderung – Textsicherheit ist somit das A und O für die Schauspieler.“ Auch ohne zusätzliche Regie arbeite das Ensemble bei Peek, diesen Job übernehmen die Schauspieler einfach selbst untereinander. „Diese Herausforderungen meistert das Team ohne Frage. Die Beliebtheit des Krimidinners zeigt es jedes Jahr aufs Neue“, lobt Luisa Cordes die Schauspieler.


     www.gaststaette-peek.de 
Michael Diederich Volontär, 1. Ausbildungsjahr / NWZ-Redaktion
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