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Sprache: Großer Beitrag für Kulturgut

20.02.2015

Scharrel Viele Jahre hat er daran gearbeitet, nun ist die zweite Auflage seines Saterfriesischen Wörterbuchs fertig. Sein neues Buch stellte Dr. Marron C. Fort am Donnerstagvormittag im Seelterfräiske Kulturhuus in Scharrel im Beisein geladener Gäste vor. Mit dabei waren unter anderem Vertreter des Heimatvereins „Seelter Buund“, der Gemeinde Saterland und der Oldenburgischen Landschaft.

„Ich habe es selber noch gar nicht gesehen“, sagte der Sprachforscher, als er am Donnerstag eines der 1000 druckfrischen Exemplare in seine Hände nahm. Er bedankte sich bei allen, die ihn bei seiner Forschung unterstützt und die mitgearbeitet haben. Sie sind alle namentlich in dem 819 Seiten starken Buch erwähnt. Einen neuen Impuls bei der Erstellung der zweiten Auflage habe ihm das Groningen Wörterbuch auf Friesisch gegeben. Dieses, so Fort, habe er ins Hochdeutsche übersetzt und den Wortschatz bei saterfriesischen Gewährspersonen abgefragt.

Fort machte deutlich, dass er damals zum ersten Mal von Hermann Janssen ins Saterland eingeladen worden war. Janssen hatte ihn seinerzeit auf die Gefahr des Aussterbens der Saterfriesischen Sprache aufmerksam gemacht. 1980 veröffentlichte Fort sein erstes Saterfriesisches Wörterbuch im Buske-Verlag, in dem auch seine zweite Auflage erschien.

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Er dankte allen Saterfriesen dafür, dass sie sich dafür eingesetzt haben, dass Seeltersk als Minderheitensprache anerkannt wurde. Fort, der Ehrenbürger der Gemeinde Saterland und Ostfrieslands ist, hofft, dass es ein Anspruch für die Ostfriesen sei, sich mehr um ihre Sprache zu kümmern.

Bürgermeister Hubert Frye dankte ebenfalls den Mitstreitern Forts und ihm persönlich dafür, ein zweites bedeutendes Buch für die Saterfriesische Sprache erstellt zu haben. „Man kann erkennen, wie viel Arbeit da drin steckt“, sagte Frye und betonte, dass Fort das Buch ehrenamtlich für die Gemeinde geschrieben habe. Die Gemeinde Saterland habe die Rechte am Wörterbuch erworben. „Er hat einen großen Beitrag für unser besonderes Kulturgut geleistet“, sagte der Bürgermeister. Erst durch die Arbeit des Sprachwissenschaftlers seien sich die Saterländer ihrem besonderen Kulturgut bewusst geworden.

Finanziert wurde es mit 25 500 Euro von Bund, Land und der Oldenburgischen Landschaft. Erste Exemplare wurden am Donnerstag dann auch an Heike Fliess, Leiterin der Kulturabteilung beim Niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur, sowie Stefan Meyer, Beauftragter für die Niederdeutsche Sprache bei der Oldenburgischen Landschaft, überreicht. Weitere Exemplare gingen an Heimatverein-Boas Heinrich Pörschke und an Ehrenbürger Heinrich Kröger.

Ein weiteres Buch von Fort über die Friesische Sprache zwischen Weser und Ems ist in Planung.


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Tanja Mikulski Friesoythe / Redaktion Münsterland
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