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NWZonline.de Region Cloppenburg Kultur

„Instrumentenstrauß“ erklingt nur bei Wind

26.09.2013

Bösel Die 50 Stangen mit den 50 Instrumenten am oberen Ende stehen schon seit einigen Wochen an der Ecke Alter Kirchplatz/Jahnstraße in Bösel. „Erklungen ist das Denkmal auch schon“, freut sich Herbert Bley. Er hatte das Kunstwerk, das symbolisch auf die Euro-Musiktage hinweist, entworfen. Im Gespräch mit der NWZ  erläuterte er das rund fünf Meter hohe Werk im Detail.

Dass das Kunstwerk gelegentlich erklingt, weil nämlich die 50 Musikinstrumente bei Wind gegeneinanderstoßen, sei durchaus gewollt, so Bley, der sich „sehr zufrieden“ mit der Umsetzung seiner Skizzen zeigt. Franz Seppel hatte sein handwerkliches Geschick dabei unter Beweis gestellt, Heinz Hülzkamp den Sockel gegossen – „eine gute Kombination“, lobt Bley.

„Die Proportionen passen“, sagt der Künstler, der im Hauptberuf Rektor der Oberschule Bösel ist. Ein Stück des Sockels würden noch Sitzbänke auf allen vier Seiten verdecken. Die Bänke werden auf der Sitzfläche und in der Lehne jeweils fünf Stäbe haben – analog der fünf Notenlinien. Sie sollen zum Verweilen einladen, denn: „Wo Musik ist, lass’ dich ruhig nieder, böse Menschen haben keine Lieder“, wandelt Bley das Zitat von Johann Gottfried Seume ab. In dieses Bild passt auch der in Edelstahl eingestanzte Sinnspruch, der den Betonsockel ziert: „Musik ist die gemeinsame Sprache der Menschheit“ – ein Zitat, das Henry Wadsworth Longfellow, einem Havard-Literatur-Professor, zugeordnet wird.

Neun verschiedene Instrumente stecken auf den Stelen aus reinem Schwarzeisen, die mit der Zeit Rost ansetzen. Die Instrumente aus Edelstahl sind vor Oxidation geschützt. Bley: „Es wird mit der Zeit ein wenig so scheinen, als ob die Instrumente schwebten.“ Dass die Posaunen und Trompeten in der Mitte nach oben gerichtet sind, sei kein Zufall. Die nach oben gerichteten Instrumente sollten ein „Verkündigung“ signalisieren, erklärt der Hobbykünstler.

50 Jahre Euro-Musiktage, deshalb die 50 Stangen, und ein Strauß (an Instrumenten) zur Gratulation – diese Elemente wollte Bley in dem Werk verbinden und dadurch die Betrachter auf die Musik und die Bedeutung der „Euro“ für Bösel hinweisen. Und das auch im Dunkeln. Der Instrumentenstrauß wird durch fünf LED-Strahler angeleuchtet. Bley: „Die dürften ruhig noch etwas kräftiger strahlen.“ Schließlich soll der „bunte Strauß“ auch richtig erstrahlen. In der „blauen Stunde“ ergebe sich ein „beeindruckendes Bild“, berichtet Bley.

„Mit diesem Kunstwerk wollen wir das Jubiläum aus Anlass der 50. Euro-Musiktage in Bösel 2011 optimal würdigen“, hatte Euro-Vorsitzender und Bürgermeister Hermann Block bei der Einweihung gesagt. Bley, der vor mehr als zehn Jahren bereits den Brunnen mit Bronzefiguren vor der Kirche gestaltet hatte, ist stolz auf das Geschaffene: „Die Resonanz ist bislang durchweg positiv“, sagt Bley. Und das sei ihm auch wichtig, denn: „Ein Künstler schafft immer für den Betrachter.“

Doch eigentlich sind Denkmäler nicht das Metier des Künstlers Bley. Einige seiner Malereien sind derzeit in der Ausstellung „Stadt, Land, Fluss“ in Friesoythe zu sehen. Für viele weitere habe er Ideen. Die Zeit zur Umsetzung kommt hoffentlich mit der Pensionierung.

Reiner Kramer
stv. Redaktionsleitung Friesoythe
Redaktion Münsterland
Tel:
04491 9988 2901

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Oberschule Bösel

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