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NWZonline.de Region Cloppenburg Kultur

Jede Requisite hat ihren Platz

11.12.2013

Barßel Während einer Vorstellung herrscht fliegender Wechsel im Kostüm- und Requisitenraum der Kulturscheune Barßel. „Beim letzten Stück haben acht Schauspieler 30 Rollen gespielt. Nach 45 Sekunden warst du wieder auf der Bühne“, schildert Rainer Pagel vom Ensemble „Text-fest“ den Ablauf. Zusammen mit seinen Schauspielkolleginnen Ramona Marks und Anna-Lena Siefken gewährt er der NWZ  Einblick in den kleinen Raum, der über die Bühne durch den Technikraum zugänglich ist. Nach einem schwarzen Vorhang öffnet er eine Holztür, die den Blick auf eine nackte Betonwand und eine holzvertäfelte Decke freigibt. „Das ist schon Luxus, wenn man bedenkt, dass das hier eine Scheune ist“, sagt Pagel. Der blickdichte Vorhang sei notwendig, um das Licht im Requisiten- und Kostümraum abzuschirmen. Denn auf der Bühne werde mit Licht gespielt, das gewollt sei und bei dem fremde Lichtquellen stören.

Fahrtwind simuliert

In dem kargen Raum hängen an einer schrägen Wand Theaterplakate der Truppe. Stalllampen und eine Neonröhre sorgen für ausreichend Licht. Der kalte Betonboden ist mit einigen Teppichen belegt. Ein Heizstrahler sorgt für angenehme Wärme. Wenn keine Vorstellungen in der Kulturscheune gegeben werden, sei der Raum fast leer. „Wir räumen alles aus, weil es sonst feucht wird,“ sagt Pagel. Schließlich sei der Raum Teil einer Scheune.

Auf einem der gemütlichen, alten Sofas liegt ein Laubsauger. Die Requisite stamme noch vom letzten Stück der Gruppe, erzählen die Schauspieler. Dort simulierte das Gerät den Fahrtwind bei einer Verfolgungsjagd auf einem fahrenden Zug. Einige schwarze Hüte liegen in einer Ecke. Ein altes Telefon steht neben der Tür. Jede dieser Requisiten hat dabei ihren festen Platz: „Es gibt eine Regel: Keiner räumt etwas weg, was ihm nicht gehört“, sagt Pagel; sonst komme es zu brenzlichen Situationen während einer Vorstellung.

An einer Kleiderstange hängen einige Kostüme. „Die ist während einer Vorstellung voll“, sagt Siefken. Dann reichen sich die Schauspieler gegenseitig die verschiedenen Kostüme an. Die würden größtenteils im Internet bestellt, sagt die 18-Jährige.

Mut zusprechen

Dabei habe jeder Schauspieler seine eigene Kiste, in der er seine Bühnenkostüme aufbewahre.

Drei Stunden vor Vorstellungsbeginn treffe sich das Ensemble in dem Raum, tausche sich aus und stimme sich auf die Aufführung ein, sagt Siefken. Dann legen sie die Requisiten an den richtigen Platz, bauen die Technik auf und checken den Ton. „Eine Stunde vor der Aufführung machen wir uns dann fertig, die Haare, das Make-Up und ziehen uns um“, sagen Siefken und Marks. Kurz bevor es dann auf die Bühne gehe, führe die Gruppe regelmäßig ein Ritual durch, indem sie sich im Kreis noch einmal Mut zuspricht und sich motiviert.

Tanja Henschel Barßel / Redaktion Münsterland
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