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NWZonline.de Region Cloppenburg Kultur

Junge Leute für Platt begeistern

12.04.2016

Elisabethfehn Die plattdeutsche Sprache lebendig erhalten und für junge Leute attraktiv gestalten – das möchte die Vereinigung „De Spieker“, Heimatbund für niederdeutsche Kultur. Zur Mitgliederversammlung kam die Vereinigung in der Teestube des Moor- und Fehnmuseums in Elisabethfehn zusammen.

„Es muss erreicht werden, dass diese Mundart wieder gehört, gelesen und geschrieben wird. Das fängt am besten im Grundschulalter an“, sagte Vorsitzende Rita Kropp. Schwierig werde es insbesondere ab der fünften Klasse. Doch noch ist Platt kein reines Unterrichtsfach und wird nur in Arbeitsgemeinschaften vertieft. „Da müssen wir hinterher sein“, meinte Kropp. Es brauche nur einen Erlass oder eine Verordnung. Dann könnte es in der Schule ein Fach werden, so Kropp. Es müsse ein Weg gefunden werden, die Politiker zu überzeugen, meinte die Vorsitzende, auch in Richtung der anwesenden SPD-Landtagsabgeordneten Renate Geuter.

Sie war ebenso zu Gast wie Bundestagsabgeordneter Franz-Josef Holzenkamp (CDU), der stellvertretende Landrat Hartmut Frerichs und Barßels stellvertretender Bürgermeister Josef Wagner.

Gleichwohl ist der ehemaligen Lehrerin bewusst, dass das Oldenburger Land ein Zweisprachenland, genaugenommen sogar ein Dreisprachenland ist, denn das Saterfriesische gehört auch dazu.

„Es liegt noch viel Arbeit vor uns“, so Kroop, die nach dem Willen der Mitglieder auch in den kommenden Jahren die Geschicke der Vereinigung leiten wird. Bestätigt wurde im Amt des Schatzmeisters Arnold Gerdes aus Wiefelstede.

Der „Spiekerbaas“ warb für mehr Vernetzung unter den Vereinen und wünschte sich mehr Plattdeutschbeauftragte in den Gemeinden.

Für das laufende Jahr hat „De Spieker“ das Motto „Mit Platt up du un du“ ausgegeben. Viel Anklang fand der „Plattdütsche Klenner 2016“. Die letzten Exemplare wurden auf der Versammlung verkauft.

„Die Arbeit des Spiekers war umfangreich. Angefangen von Vorstands- und Beiratssitzungen, Kring-Warkeldage, Sitzungen bei der Oldenburgischen Landschaft und dem Heimatbund für Niedersachsen“, so Vorsitzende Kropp. Herausgegeben wurde auch das „Spiekerblatt“. „Mit der Kirche durch das Jahr auf Plattdeutsch“, hat sich der Spieker für das „Lutherjahr 2017“ auf die Fahne geschrieben.

Zum Abschluss der Tagung unternahmen die Heimatfreunde einen Rundgang durch das Museum und Egon Buß aus Elisabethfehn referierte über die Entstehungsgeschichte, die heutige Funktion und die Zukunft des Elisabethfehnkanals. Im kommenden Jahr findet die Mitgliederversammlung in Esterwegen statt.

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