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NWZonline.de Region Cloppenburg Kultur

Tschernobyl-Katastrophe: Kaum noch auf Straße getraut

27.04.2016

Bösel Genau 30 Jahre ist das Nuklearunglück von Tschernobyl her. Noch nicht ganz so alt ist der Arbeitskreis Hilfe für Tschernobylkinder im Landkreis Cloppenburg, der im Jahr 1993 gegründet wurde. Doch deren Mitglieder erinnern sich noch gut an den Tag des Unglücks. Darüber und über die Arbeit des Vereins sprachen in der Radiosendung „Plattenkiste“ bei NDR 1 am Dienstag zwischen 12 und 13 Uhr Ludwig Wreesmann, Maria Block und Martin Pille mit Moderatorin Martina Gilica.

Alle erinnern sich an die Zeit vor 30 Jahren – Martina Gilica war im Landheim und traute sich kaum noch raus. Martin Pille hörte im Fernsehen von der Katastrophe in Tschernobyl – und ließ seine kleinen Kinder nicht mehr in die Sandkiste zum Spielen.

Super-GAU in der Nacht zum 26. April

Zum Super-GAU kam es in Tschernobyl in der Ukraine in der Nacht zum 26. April 1986 um 1.23 Uhr. Es kam zu einer Kernschmelze und zu einer gewaltigen Explosion im Block 4 des Kernkraftwerks. Ausgelöst worden war der Unfall durch ein fehlgeschlagenes Experiment und gravierende Konstruktionsmängel. Mehrere Tonnen radioaktives Material wurden bei dem Unglück freigesetzt. Nach Expertenschätzungen starben mehr als 10 000 Menschen an den Langzeitfolgen durch die freigesetzte radioaktive Strahlung. Mehr als 100 000 Menschen mussten umgesiedelt werden.

Derzeit wird ein neuer Sarkophag errichtet, der im November über die alte Abschirmung geschoben werden soll. Der alte Sarkophag war nicht mehr tragfähig.

Ludwig Wreesmann weiß noch, wie er die ersten beiden Kinder empfing – damals wurde improvisiert von der Anreise hin bis zur Betreuung der Kinder.

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Auch heute noch ist die Hilfe wichtig. Die Kinder aus dem Umfeld des Kernkraftwerks leiden unter Immunschwäche. Nachdem die Kinder drei Wochen hier waren und frisches Obst und Gemüse genießen konnten, geht es ihnen besser – das bestätigen auch ihre Eltern immer wieder. Der Verein bietet in diesen drei Wochen für die acht- bis 13-Jährigen zwei Mal pro Woche Ausflüge und Treffen an.

Inzwischen ist ein reger Kontakt entstanden, denn jetzt kommen zum Teil bereits die Kinder der ersten Kinder aus Tschernobyl her. Auch wenn die Hilfstransporte ankommen, treffen sich „alte Bekannte“ wieder und tauschen sich über ihre Familien und die aktuellen Ereignisse aus.

Vor zehn Tagen kamen Maria Block und Martin Pille gerade erst von so einem Hilfstransport mit zwei Lastwagen aus Weißrussland zurück. Maria Block packt Pakete – hauptsächlich mit Bekleidung. Jeden Montag von 14 bis 18 Uhr treffen sich inzwischen 16 Frauen und ein Mann zum Packen. Martin Pille erzählt von Schikanen an der Grenze, aber auch von einem gastfreundlichen alten Herrn, der trotz Erinnerungen an Kriegserlebnisse die deutschen Helfer zuvorkommend empfängt und sich über ihre Besuche immer freut.

Der Verein wünscht sich weitere Helfer, die kräftig zupacken, wenn die Hilfstransporte zusammengestellt werden. Natürlich werden auch immer Familien gesucht, die bereit sind, ein Kind aus Tschernobyl für drei Wochen in den Sommerferien aufzunehmen.

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