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NWZonline.de Region Cloppenburg Kultur

Kirche entzieht Priester-Rechte

11.02.2014

Cloppenburg Viele Jahre hat ein aus Cloppenburg stammender Priester für ein von ihm initiiertes Hilfsprojekt für Straßenkinder in Honduras geworben und Jahr für Jahr durch zahlreiche Aktionen Spenden im Landkreis Cloppenburg akquiriert. Nun wurde bekannt, dass dem Mann aufgrund einer Verurteilung wegen sexuellen Missbrauchs von zwei 15-Jährigen vor vier Jahren nun auch die Berechtigung zu kirchlichen Amtshandlungen entzogen wurde. Das teilte Dr. Ludger Heuer, Pressesprecher und Leiter der Stabsstelle Medien- und Öffentlichkeitsarbeit im Bischöflich Münsterschen Offizialat, auf Nachfrage der NWZ  mit.

Auf Initiative des ehemaligen Priesters war 1997 ein Grundstück in der Nähe der Stadt San Pedro in Honduras gekauft und kurze Zeit später ein Heim für verlassene und elternlose Straßenkinder errichtet worden. Das Kinderheim mit Namen Hogar San Rafael nimmt Jungen und Mädchen im Alter von 8 bis 14 Jahren auf, in Ausnahmen bis 15 Jahren, die über Kinder- und Jugendeinrichtungen in San Pedro Sula vermittelt werden. Offiziell ist es ein deutsch-italienisches Projekt der Diözese San Pedro Sula. Die Kleinen erhalten Essen, Unterkunft, Kleidung, medizinische Versorgung und die Möglichkeit, Kindergarten, Grundschule und weiterführende Schulen zu besuchen.

Immer wieder arbeiteten auch deutsche Helfer in dem Heim mit. So auch 2009 eine junge Frau, die laut Heuer bei ihrer Rückkehr nach Deutschland Anzeige gegen den Priester wegen sexuellen Missbrauchs von zwei 15-Jährigen erstattete. Laut Heuer soll der ehemalige Priester seine Taten daraufhin gestanden und zu einer Geldstrafe verurteilt worden sein. Nach dem Prozess sei er nicht mehr für die Kirche tätig gewesen, vor kurzem sei dann die Laisierung erfolgt.

Wie es mit dem Projekt in Honduras nach der Laisierung des ehemaligen Priesters weitergeht, konnte Heuer nicht sagen. Seines Wissens werde es bestehen bleiben.

Anuschka Kramer Redakteurin / Redaktion Westerstede
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