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NWZonline.de Region Cloppenburg Kultur

Lesung: Kölner schnacken feinstes Plattdeutsch

07.03.2016

Garrel Dass die plattdeutsche Sprache auch geeignet ist, anspruchsvolle literarische Texte zu transportieren, bewiesen am Freitagabend Dr. Wilfried Darlath, Karin Howeyhe und Edgar Howeyhe. Die Kölner sind Mitglieder im Junkersdorfer Klönschnack, sprechen kein Kölsch, dafür aber umso begeisterter Plattdeutsch. Auf Einladung des Garreler Heimatvereins waren die ursprünglich aus Lüneburg (Karin Howeyhe), Geesthacht (Edgar Howeyhe) und Quetzen im Kreis Minden-Lübbecke (Darlath) stammenden Kölner nach Garrel gekommen.

Im Kaminzimmer des Johanneshauses lasen die Gäste aus verschiedenen Werken, die sie mit der Klönschnack-Runde auch vertont haben. Den Auftakt bildete dabei ein Text von Boy Lounsen, der die Schöpfungsgeschichte ins Plattdeutsche übersetzt hatte. Das Besondere am Vortrag: Die Gäste konnten gleich drei verschiedene Platt-Dialekte erleben – das macht auch die Tondokumente der Kölner Runde zu einer Besonderheit.

Die Idee dazu, berichtete Darlath, hatte im Jahre 2003 ein Niedersachse, der nach Köln gezogen war. Er inserierte in einer Kölner Zeitung eine Annonce mit dem Inhalt: „Plattdeutsch klönen, neugierig? Anropen“. Daraus entstanden die Junkersdorfer Klönschnacker, eine Runde von zehn bis 20 Plattschnackern, deren Besetzung aber wechselt. Die Klönschnacker treffen sich einmal im Monat, schnacken miteinander, laden auch Autoren zu Lesungen ein. In dieser Runde entstand auch die Idee der CD-Aufnahmen.

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Die Kölner lasen am Freitagabend auch klassische Texte vor, so etwa von Berthold Brecht die Parabel „Wenn die Haifische Menschen wären“. Von Siegfried Lenz gab es die plattdeutsche Übersetzung aus „Der Geist der Mirabelle. Geschichte aus Bollerup“, die vom heimlichen Wahlsieger“ Fiete Feddersen handelt.

In der Pause der Veranstaltung gab es nicht nur Tee und „Stütkes“, gebacken vom Vorstandsmitglied des Heimatvereins André Meyer. Auch Kalli aus dem gleichnamigen Restaurant ließ es sich als jüngstes Heimatvereinsmitglied nicht nehmen, einige Kleinigkeiten aufzutischen.

In der zweiten Hälfte gaben die drei Klönschnacker noch Texte von Autoren aus ihren jeweiligen Heimatregionen zum Besten, die ebenfalls auf einer CD vertont worden waren. Am Sonnabend sahen sie sich noch etwas die Gemeinde Garrel an, bevor es zurück in die plattdeutsche Diaspora ging.

Reiner Kramer stv. Redaktionsleitung Cloppenburg/Friesoythe / Redaktion Münsterland
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