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NWZonline.de Region Cloppenburg Kultur

THEATER-AG: Komik und Dramatik im Wechsel

24.03.2009

CLOPPENBURG „Eine rein menschliche Beziehung wird erst dann echt, wenn man etwas voneinander hat.“ Diese Aussage scheint in den „Geschichten aus dem Wienerwald“ nicht nur die Meinung des notorischen Spielers Alfred (Hendrik Martens) zu sein, sondern gilt als allgemein gültige Auffassung.

Am Freitag feierte die Theater-Arbeitsgemeinschaft des Cloppenburger Clemens-August-Gymnasiums vor vollen Rängen in der Aula Premiere mit dem Stück von Ödön von Horvath. Weitere Aufführungen gibt es an diesem Dienstag und am Freitag, 27. März, jeweils ab 19.30 Uhr.

Hinter der Fassade von Geigenmusik und idyllischem Bühnenbild treten Fremdenfeindlichkeit, Antisemitismus und vor allem die sexistische Überheblichkeit der Männer hervor. Ende der 20er Jahre scheinen durch die Wirtschaftskrise alle auf den eigenen Vorteil bedacht zu sein. Und besonders die Frauen haben darunter zu leiden.

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Marianne (Dominique Kalvelage) wird von ihrem Vater, dem Zauberkönig (Jan Siefer), als Dienstmädchen missbraucht und zudem gezwungen, den Schlachter Oskar (Stefan Hergert) zu heiraten. Das latent auftretende, sadistische Verhalten des Verlobten ignoriert der Vater dabei völlig. Hals über Kopf flüchtet sich Marianne in die Beziehung mit dem Spieler Alfred, von dem sie ein uneheliches Kind bekommt und somit in der Gesellschaft verachtet wird. Der Zauberkönig verleugnet sie und behauptet, sie wolle ihre Umgebung ins Unglück stürzen.

Dabei ist die naive Marianne nur auf der Suche nach Liebe und Selbstverwirklichung, die ihr in der patriarchischen Gesellschaft nicht gegönnt wird. Von Emanzipation ist hier nichts zu spüren.

Der Egoismus und das sexistische Verhalten der Charaktere werden so gekonnt überspitzt dargestellt, dass das Publikum einiges zu lachen hat. Doch tritt in den Dialogen auch immer wieder Stille auf. Es wird deutlich, dass die Charaktere aneinander vorbei reden und sich nicht wirklich verstehen. Dem Publikum wird hier Zeit gegeben, über die gestörten menschlichen Beziehungen als eigentliche Dramatik des Stückes nachzudenken. Schließlich wollte der Autor mit seinem sozialen Drama das Kleinbürgertum in ein kritisches Licht rücken und soziales Mitgefühl wecken.

Die Theater-AG des CAG überzeugte sowohl in den dramatischen als auch in den komischen Elementen des Stückes und wurde verdient mit minutenlangem Applaus belohnt.

Mehr Infos unter www.c-a-g.de

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