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NWZonline.de Region Cloppenburg Kultur

Küssen verboten in Bösels Kirche

10.09.2013

Bösel Ganz in rot getaucht war der Altar der St.-Cäcilia-Kirche in Bösel, als ein Männerquintett sein Lied anstimmte. Doch was da kam, war kein frommer Choral, sondern eine klare Aufforderung: „Du musst ein Schwein sein in dieser Welt“ – sangen die fünf Sänger der Popgruppe „Die Prinzen“ bei ihrem Kirchenkonzert am Sonntagabend zum Abschluss der Euro-Musiktage in Bösel. Die Menschen auf den vollbesetzen Kirchenbänken jubelten und sangen mal leiser mal lauter mit.

Seit 25 Jahren begeistert das Chorknabenquintett „Die Prinzen“ schon die deutsche Popkultur. Kennengelernt haben sich die Männer im altehrwürdigen Leipziger Thomanerchor und im Dresdener Kreuzchor. „Dem Thomanerchor für Arme“, wie Sänger Sebastian Krumbiegel scherzhaft lästerte.

Der Auftakt des Konzertes war allerdings dem Konzertsaal entsprechend. Leise und klar sangen die fünf Männer den Kirchenchoral „Laudate omnes gentes“ und begeisterten so das Böseler Publikum zum ersten Mal. Danach ging es allerdings schneller weiter. Die fünfstimmigen Arrangements wurden mit Schlagzeug, Gitarre, Bass oder Klavier untermalt. Dabei griffen die Prinzen auch selbst zu den Instrumenten. Hits wie „Küssen verboten“ oder „Der Mann im Mond“ kamen ebenso im Programm vor wie neue Stücke und Arrangements.

Ruhig wie Chorknaben sind die Prinzen heute allerdings nicht mehr. Die fünf Männer feierten sich und ihre Fans, tanzten und feuerten das Publikum an, noch schneller zu klatschen oder lauter zu singen. Das Publikum machte dankbar mit.

Mit der Stimmungsnummer „Ich wär’ so gerne Millionär“ verabschiedeten sich die Musiker ein erstes Mal von der Bühne. Aber wie in jedem guten Konzert galt auch in Bösel: Es ist erst vorbei, wenn das Licht angeht, und so kamen die Musiker ein erstes Mal zurück mit der Rio-Reiser-Ballade „Junimond“. Im Zuschauerraum der St.-Cäcilia-Kirche kehrte besinnliche Ruhe ein und die Prinzen ließen vor einer rot-grünen-Altarkulisse ihre sanften Stimmen erklingen. Die Lichttechnik tauchte während des ganzen Konzerts die Altarbühne immer wieder in neue Farbe und schuf dadurch neue Atmosphäre – immer passend zum Gesang. Nach einer zweiten Zugabe war dann aber wirklich Schluss für die Prinzen.

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