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NWZonline.de Region Cloppenburg Kultur

Konzert: „Jump“ eigentlich eine Selbstmorddrohung

02.05.2019

Lastrup Wer wusste schon, dass das nicht nur aus der Sesamstraße bekannte MahNah MaNah eigentlich für eine italienische Softporno-Produktion geschrieben wurde? Eher hatte man da schon gehört, dass Drafi Deutschers „Marmor, Stein und Eisen bricht“ wegen der falschen Grammatik monatelang in Bayern nicht gespielt werden durfte.

16 Lieder hatte der langjährige Lehrer für Gesang und Liedbegleitung auf der Gitarre, Martin von Maydell, für sein Konzert in der Lastruper Christuskirche ausgesucht. In der Kleinkunstreihe „Treffpunkt „Apfelgarten“ präsentierte er zu jedem Lied eine mal längere, mal kürzere Geschichte – mal zum Staunen, mal zum Schmunzeln. Dabei ging es um die Entstehung oder die Produktion der Songs und um ihre Wirkung,

So zeigte von Maydell zum Beispiel die Geschichte des Hits „Walk right in“ von Gus Cannon auf. Mit Cannon war der Song mäßig erfolgreich, dann wurde er in der französischen Fassung von Claude Francois zum großen Hit in Frankreich. Paul Anka übernahm den Song, der dann in Amerika als „My way“ mit Frank Sinatra zum Welthit wurde.

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Sodom und Gomorrha herrschten im kalifornischen Happy Valley. Tom Dooley - alles andere als ein Sympath, gut aussehend, viele Freundinnen – tötete Nora Foster, die er verdächtigte, ihn mit einer Geschlechtskrankheit infiziert zu haben – was nachweislich nicht stimmen konnte. Er wird zum Tode verurteilt und stirbt an einem ganz normalen Galgen.

„Seit 34 Jahren brüllen wir im Song ,Jump’ von Eddie von Halen – eigentlich eine Selbstmorddrohung“, so von Maydell. „Wenn Du nicht einsiehst, dass ich der Auserwählte bin, kann ich genauso gut von einer Brücke springen“, heißt es im Lied.

Wer weiß schon, dass Leonhard Cohen für sein Halleluja gleich 80 Strophen gedichtet hat oder dass „Rock around the clock“ in 40 Minuten als B-Seite eingespielt wurde, von der aber inzwischen 24 Millionen Singles verkauft wurden. Von Maydell hatte seine Songs zum großen Teil neu arrangiert und sang sie in seiner eigenwilligen Interpretation dynamisch und mitreißend.

„Hätte ich gewusst, was ich singe, hätte ich einige Lieder nicht oder nicht so gesungen. Tom Dooley haben wir immer locker gesehen. Dass sich dahinter eine solche dramatische Geschichte verbirgt, haben wir nicht gewusst. Es war wunderbar“, lobte Pfarrer Jürgen Schwartz den Künstler, dessen zweistündiger Auftritt am frühen Sonntagabend sicher mehr Besucher verdient gehabt hätte.

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