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NWZonline.de Region Cloppenburg Kultur

Leidenschaft für einst verfolgte Autoren

17.10.2011

VECHTA Vor rund 400 Zuschauern hat am Freitagabend die Schauspielerin Iris Berben in der Aula der Vechtaer Universität aus ihrem Programm „Verbrannte Bücher – Verfemte Musik“ gelesen. Zum wiederholten Male setzt sich Berben in diesem Programm mit Holocaust und Antisemitismus auseinander – eine Herzensangelegenheit für die bekannte und auch für dieses Engagement vielfach Geehrte, die ihre Prominenz einsetzt, um das Thema Judentum öffentlich zu machen und zu enttabuisieren, wie sie sagt.

Josef Roth, Kurt Tucholsky, Bertold Brecht, Stefan Zweig, Karl Kraus – Berben rezitierte nicht nur die Texte dieser außergewöhnlichen Autoren, sondern setzte sie gleichsam mit Gestik und Mimik in Szene. Was all diese Autoren vor allem eint, ist: Sie waren Verfolgte des Nazi-Regimes. Ihre Bücher standen auf der „Schwarzen Liste“ von Propagandaminister Josef Goebbels. Die Bücher dieser Autoren wurden 1933 öffentlich verbrannt.

Begleitet wurde Berben von vier Musikern des Bayerischen Staatsorchesters. Sie präsentierten im Wechsel mit der Berben-Lesung eine musikalische Bandbreite von Karl Amadeus Hartmann, Paul Ben-Haim oder Max Bruch – Töne, die ebenso wie die Buchstaben der Autoren für viele Jahre auf dem Index standen, weil ihre Urheber dem Nazi-Urteil nach nicht dem deutschen Geist entsprachen. Nach eineinhalb Stunden honorierten die Besucher in der Aula das Engagement der Schauspielerin und der Musiker mit lang anhaltendem Applaus.

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