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NWZonline.de Region Cloppenburg Kultur

Kultur: Lesung wird zum Theologie-Seminar

31.08.2013

Friesoythe „Wir sind schier überwältigt“, sagte Birgit Meyer-Beylage vom Kulturkreis Bösel – Saterland – Friesoythe bei der Begrüßung der Zuschauer, die am Donnerstagabend in das Kulturzentrum „Alte Wassermühle“ gekommen waren. Rund hundert neugierige Zuhörer wollten hören, was Autor und Pater Dr. Heiner Wilmer zu sagen hatte. Wohl nicht ohne Grund: Das Buch des Theologen trägt den provokanten Titel „Gott ist nicht nett“.

Man merkt dem Autoren an, dass es ihm auf der Seele brennt, zu erklären, warum er gerade diesen Titel gewählt, und warum er dieses Buch überhaupt geschrieben hat. So fällt die Einleitung deutlich länger aus, als bei anderen Lesungen.

Denn eigentlich „wollte ich das Buch gar nicht schreiben“, erklärt Wilmer zu Beginn seines Vortrages. Er habe eigentlich ein Buch über die Erziehung der Jesuiten in der Bronx schreiben wollen. Dort war er einige Jahre tätig gewesen. Eine junge Frau, die ihm beim Umschreiben des Manuskripts helfen sollte, stellte ihm dann aber immer wieder theologische Fragen: „Eines Tages schlug diese kleine zierliche Frau auf den großen Holztisch und rief: ,Vergiss’ das Manuskript, schreib das auf, was du mir hier erzählst und schreib so, wie du sprichst’“, erzählt Wilmer.

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Dass Gott nicht nett sei, begründet Wilmer übrigens in drei Thesen: Einerseits bezieht sich der Provinzial der Deutschen Provinz der Herz-Jesu-Priester auf die „negative Theologie“: „Die besagt, dass wir gar nicht wissen können was Gott ist.“ Außerdem sei mit den Jahren aus „der Liebe Gottes – deus caritas est – der liebe Gott geworden“, sagt Wilmer weiter. Zudem kritisiert Wilmer das Bild, das von Gott gezeichnet wird. So ein weichgewaschenes Bild von Gott sei, Wilmers Meinung nach, auch nicht attraktiv.

Zu seinem Buch kommt Wilmer dann aber auch noch. Er liest eine Passage über seine Studienzeit und der Begegnung mit Henri Nouwen – einem Priester, dessen Bücher Wilmer in seiner Studienzeit tief beeindruckten. Er beschreibt bunt und erfrischend ehrlich, wie ihn diese Begegnung aus der Studien-Sinnkrise zieht und sein Leben verändert. Es bleibt die einzige Passage, die Wilmer an diesem Abend liest. Denn bereits in der Pause kann sich der Geistliche vor den Fragen der Zuschauer kaum retten. Daher verzichtet er auf eine weitere Passage und beantwortet stattdessen die Fragen des Publikums. Dabei beeindruckten ihn die Friesoyther mit ihren anspruchsvollen, theologischen Fragen und bestem Hintergrundwissen. „Vielen Dank für diesen intensiven Abend“, verabschiedete Birgit Meyer-Beylage nach zwei Stunden die Zuschauer.

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