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NWZonline.de Region Cloppenburg Kultur

LAIENTHEATER: Lohn sind Beifall und Lacher

08.02.2008

MARKHAUSEN „Jeder spält sine Rulle, as wenn hei dorför geboren is.“ „Dat is bäter as in’t Fernsehen, för de Flimmerkiste schlööpste eh fort in“, so lauteten zwei Stimmen älterer Damen in der Pause vor dem dritten Akt bei der Aufführung des plattdeutschen Theaterstückes „De Akte Hannibal“. Der Dreiakter von Stefan Taphorn wird von der Spielschar Markhausen unter der Regie von Heinz Norrenbrock auf der Bühne im Dorfgemeinschaftshaus gespielt.

Die Premiere des Stückes erlebten traditionell die Senioren der Dorfgemeinschaft. Die Schauspieler gewährten ihnen freien Eintritt und bewirteten ihre Gäste kostenlos mit Kaffee und Kuchen, Schnittchen und Getränken. Die Laienschauspieler aus Markhausen boten einmal mehr eine gelungene Aufführung, wie der Szenenapplaus und die vielen Lacher des Publikums immer wieder unterstrichen. Zum Inhalt: Martin Bullermann steht als Polizist und Ehemann Johannes Diekmann, der noch gerne seinen 500. Kriminalfall aufgeklärt hätte, aber in Pension geschickt wurde, auf der Bühne. Trotz Ruhestand macht er mit dem Detektivspielen weiter und will den 20 Jahre zurückliegenden Fall, das Verschwinden des Zuchtkaninchens Hannibal, lösen. Er spielt die Rolle des erfolglosen Polizeipensionärs sowie egoistischen Ehemannes.

Gertrud Staatsholte, die unbedingt in Urlaub fahren will, aber ihren Mann nicht zur Mitreise bewegen kann, spielt die resolute Ehefrau Marianne. Sie versteht es, Intrigen zu inszenieren und bringt ihre „Kopflosigkeit“ und Angst vor Aufklärung zum Ausdruck. Manfred Timme, der als Schwager Alfons Böttcher mit ihr einen scheinbaren Mordfall konstruiert, bringt das Publikum immer wieder zum Lachen. Mal steht er in langen Unterhosen oder im Frauennachthemd auf der Bühne. Seine Ehefrau, die den Plan unfreiwillig durcheinander bringt, beschwört sein Verschwinden herauf.

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Gaby Raker beeindruckt als Wahrsagerin Madame Bolunga. Hans-Jörg Schmidt ist die Rolle des schüchternen und tollpatschigen Liebhabers auf den Leib geschrieben, wie auch Edith Willing-Hillen der Part einer emanzipierten jungen Frau. Obwohl klein und zierlich, versteht sie es, sich stimmlich durchzusetzen und ergreift auch die Initiative beim „Liebesspiel“. Sie spielt die Tochter des Polizisten Diekmann.

Als Souffleusen waren Maria Bäker und Anne Bregen im Einsatz. Ein passendes Bühnenbild sowie die musikalische Umrahmung durch die Dorfmusikanten Mehrenkamp rundeten die Aufführung ab. Weitere Aufführungen sind am Freitag 8. Februar, 20 Uhr, Sonntag, 10. Februar, 19.30 Uhr, und Sonnabend, 16. Februar, 20 Uhr.

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