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Bewohner sollen Fenster und Türen geschlossen halten

NWZonline.de Region Cloppenburg Kultur

Lukas Hermes feiert ersten Gottesdienst

08.06.2017

Münster /Cloppenburg Am Pfingstsonntag hatte Bischof Dr. Felix Genn den gebürtigen Cloppenburger Lukas Hermes (27) und Matthias Rump (29) aus Lastrup im Dom zu Münster zu Priestern geweiht (die NWZ berichtete). Am Pfingstmontag feierte Hermes seinen ersten eigenen Gottesdienst, die Primiz, in seiner Heimatpfarrei St. Andreas. Die Pfarrkirche war voll besetzt, Abordnungen kirchlicher Verbände und seiner Studentenverbindungen aus Münster und Tübingen zogen mit Fahnen in die Kirche ein. Im Chorraum konzelebrierten neun Priester und zwei Diakone. Unter den Messdienern waren auch einige, die damals als Jugendliche mit dem neuen Jungpriester den Altardienst versehen hatten.

Es sei ihm und allen anderen Gläubigen eine große Freude, Lukas Hermes’ Primiz in seiner Heimatkirche feiern zu können, sagte Dechant Bernd Strickmann zu Beginn des Gottesdienstes. „Schau sie an, sie lächeln alle“, so der Geistliche.

Er habe sich auf diesen Gottesdienst gut vorbereitet, doch jetzt sei er etwas bewegt, gestand Hermes den Gläubigen. Schließlich sei er in dieser Kirche gefirmt worden und habe hier auch über viele Jahre hinweg als Messdiener Dienst getan.

Als Primizprediger hatte sich Hermes den Pfarrer von Heilig-Kreuz in Münster, Stefan Jürgens, gewünscht. „Priester sein ist ein Traumberuf, er kann immer nach seinem Gewissen handeln. Wer kann das schon?“, stellte Jürgens fest. Der Heilige Geist sei auch außerhalb der Kirche zu finden, Gott sei größer als die Kirche. Als Geschenk für Hermes hatte er eine Kiste mitgebracht. Darin lagen eine Bibel, ein Kreuz, Weihrauch, ein Spiegel, ein Apfel, ein Fell und eine Pinocchio-Figur. Die Bibel sei das Buch, das ihn - wie das Kreuz - ständig begleiten solle. Weihrauch sei zwar liturgisch wichtig, solle ihn aber auch davor warnen, sein Leben nicht zu vernebeln. „Das Christentum muss geerdet sein.“ In den Spiegel müsse man jeden Abend schauen können, doch könnten Eitelkeit und Narzissmus entstehen, wenn man zu oft reinschaue. Der Apfel stehe für die Versuchung, wobei Jürgens die Ursünde der Kirche im Klerikalismus sah. Er sei oft eine subtile Form, Macht auszuüben. Ihm selbst sei es wichtiger, Christ in der Welt als Priester der Kirche zu sein, sagte er. Das erste sei eine Berufung, das zweite nur ein Amt. Das Fell sei ein Wunsch nach einem dicken Fell, um vieles auszuhalten. Die Pinocchio-Figur stehe für Lüge und Wahrheit. Ein Priester brauche Menschen, die ihm die Wahrheit sagten. „Egal worum es geht, reden Sie lieber mit den Priestern als über Sie“, rief er die Gläubigen auf.

Zum Abschluss des Gottesdienstes überreichte Hubert Jost-Enneking, Vorsitzender des Andreasrates, Hermes eine rote Stola. Der Neu-Priester bedankte sich bei allen, die ihn auf seinem Weg begleitet hätten. Dazu gehöre zu allererst seine Familie, dann sein geistlicher Mentor und auch seine ehemaligen Mit-Messdiener. Nach dem Gottesdienst waren alle Gläubigen zum Empfang der Kirchengemeinde eingeladen. Seine erste Kaplanstelle tritt Lukas Hermes in Bocholt an.

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