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NWZonline.de Region Cloppenburg Kultur

Borsla-Preis: Märchen, Krimi und Anekdote

30.09.2015

Bösel Carl-Heinz Dirks heißt der Borsla-Preisträger 2015. Das gab die Böseler Vereinigung für niederdeutsche Sprache und Literatur am Dienstag bekannt.

Der diesjährige Preisträger aus Emden wird ausgezeichnet für sein Werk „Die Pilgereise“ (Pilgerpad). Darin unternimmt eine Gruppe von sieben Ordensbrüdern – zeitlich spielt die Geschichte im Mittelalter – eine Wallfahrt nach Marienhafe. Um den Weg zu verkürzen und der Langeweile vorzubeugen, fangen die Brüder an, sich Geschichten zu erzählen. Soweit die Rahmenerzählung – ein Schema, das aus der Weltliteratur wohl bekannt ist, urteilt Professor Dr. Hermann Gelhaus, der der Jury für den Preis angehört. Als Beispiel führte er etwa das „Decamerone“ von Giovanni Boccaccio oder die Märchensammlung „Tausendundeine Nacht“ an.

Die Geschichten, die sich die Ordensbrüder erzählen, handeln von Geiz und Habgier – zwei Untugenden, die sich in einer verbrecherischen Tat offenbaren. „Die Geschichten erlangen ihr Ziel nicht zuletzt dadurch, dass sie ihre Form als Märchen, als Kriminalfall und als Anekdote variieren.“ Sogar ein Gedicht ergänzt die Formenvielfalt.

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Preisverleihung

Der Borsla-Preis wird am 14. November, 19 Uhr, im Heimathuus in Bösel vergeben. Er ist mit 3000 Euro dotiert. Festredner der Veranstaltung ist Landtagsabgeordneter Clemens große Macke (CDU). Die Laudation hält Universitäts-Professor Dr. Hermann Gelhaus.

Der Text sei „abwechslungs- und spannungsreich“ geschrieben. Die Sprache spiegele „ein sauberes und originales Ostfriesen-Niederdeutsch“ wider – „ein Zeugnis, das man nicht immer mit gleicher Überzeugung vergeben kann“, so Professor Dr. Hermann Gelhaus.

Der Autor wurde 1948 in Emden geboren, wuchs dort auf. Er unterrichtete als Studienrat die Fächer Deutsch, Geschichte, Niederländisch, Darstellendes Spiel sowie Werte und Normen am Johannes-Althusius-Gymnasium in Emden. Die Bedeutung der plattdeutschen Sprache lernte der Autor nach eigenen Angaben erst im Studium in Hamburg kennen. Beim Ostfriesenverein Hamburg begann er damit, plattdeutsche Texte selbst zu verfassen.

Einige Jahre später gründete er „Dat oostfreeske Bladdje“, „Diesel“, mit weiteren Mitstreitern. Mittlerweile erscheint diese plattdeutsche Zeitschrift seit 23 Jahren. Dirks arbeitete in verschiedenen Gremien für plattdeutsche Rechtschreibung mit, hielt dazu Vorträge und verfasste Aufsätze. Er war Vorsitzender des Vereins „Oostfreeske Taal“, ist Mitglied einiger Jurys für plattdeutsche Literaturpreise (Wilhelmine-Siefkes-Preis, Lüttjepüttpreis für Kinderliteratur, etc.) und war bis vor kurzem Vorsitzender der Bevensentagung – einer seit 1948 jährlich stattfindenden Tagung für Niederdeutsch. Zudem ist er Baas des Schrieverkring Weser-Ems.

Er wurde mit dem „Totius-Frisiae-Siegel“ der Ostfriesischen Landschaft geehrt und 2013 mit dem Niedersächsischen Verdienstorden am Bande. Der diesjährige Preisträger nahm bereits im vergangenen Jahr an der Verleihung des Borsla-Preises teil: Er hatte den Lyrikzyklus des damaligen Preisträgers Willem Tjebbe Oostenbrink ins Deutsche, zum Teil auch ins Plattdeutsche, übersetzt.

Reiner Kramer stv. Redaktionsleitung Cloppenburg/Friesoythe / Redaktion Münsterland
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