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NWZonline.de Region Cloppenburg Kultur

Maibaum um fünf Meter verlängert

03.05.2017

Scharrel Ein 25 Meter hoher Maibaum nach bayrischer Tradition ziert im Saterland wieder das Dorf Scharrel. Die Tradition der bayrischen Maibaumpflege haben die „Beelzebuben“ – zwölf gestandene Männer aus dem Dorf – in der norddeutschen Tiefebene eingebürgert.

Zu ihrem 30-jährigen Bestehen haben die „Beelzebuben“ ihren stählernen traditionsreichen bayrischen Maibaum nicht nur um 5,5 Meter von 20 Meter auf 25,5 Meter verlängert, sondern auch alle 18 Scharreler Vereine hatten am 1. Mai bei der Maibaumfeier ihr Vereinswappen dabei und durften es jeweils auf einer Tafel an dem Baum anbringen. Zudem wurden 12 Wappen der umliegenden Gemeinden angebracht.

Von den einst zehn Beelzebuben gehören noch neun seit der Gründung zu diesem Club. Diese sind Walter Schulte, Wilfried Kuhl, Wilhelm Thoben, Heiner Schulte, Wilhelm und Johann Hilwers, Heinrich Pörschke, Heinz-Gerd Klären und Karl-Heinz Wolke.

Vor mehr als 40 Jahren, am 31. April 1975, wurde der erste von den „Beelzebuben“ geschmückte Maibaum – damals noch eine grüne Birke – bei der Gaststätte Schulte am Bahnhof, dem Treffpunkt der „Beelzebuben“, aufgestellt. Die jungen Scharreler wollten jedoch mehr, denn es sollte nicht nur ein Maibaum für eine kurze Zeit sein und so entstand die Idee, einen länger haltbaren Maibaum zu fertigen, der über die Grenzen des heutigen Golddorfes hinweg bekannt werden sollte.

Im April 1979 war es dann soweit: Der erste Maibaum, ein Holzmast von neun Meter Länge in den Farben Blau-Gelb wurde beim Bahnhof aufgestellt und ragte in den Scharreler Himmel. Im Jahr 2000 wurde der verwitterte Holzmast durch einen Stahlmast mit 18 Meter Höhe ersetzt und er erhielt die Farben des Oldenburger Landes Rot-Blau. Zudem schmückten diesen neuen vierteiligen Mast zehn neue Handwerkszeichen.

Unter den Augen der „Beelzebuben“ und einiger Zuschauer wurde der Maibaum jetzt vorsichtig und millimetergenau mit dem Kran der Feuerwehr in die Höhe gehievt und verankert. Bis Ende Oktober ist der für Norddeutschland ungewöhnliche Maibaum jetzt zu bestaunen und wer will, der kann die Geschichte der „Beelzebuben“ auf einer Schautafel beim Maibaum nachlesen.

Mittlerweile sind die ersten „Beelzebuben“ im Rentenalter und fragen sich, wer einmal ihre Tradition fortsetzen könnte, denn in einigen Jahren werden diese Männer den schweren stählernen 25 Meter hohen Maibaum nicht mehr zusammenstecken und aufstellen können.

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