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NWZonline.de Region Cloppenburg Kultur

Tunesien: „Man hat gemerkt: Etwas ist anders“

18.01.2011

FRIESOYTHE Seit Tagen beherrschen Berichte über Unruhen, Gewaltausbrüche und die politisch instabile Situation in dem nordafrikanischen Land die internationalen Schlagzeilen. Ein Ende der Gewalt ist vorerst nicht in Sicht. Das Friesoyther Ehepaar Maria und August Hilling bereiste bis vor wenigen Tagen das Land.

„Direkt haben wir nichts von der Gewalt mitbekommen. Als wir Tunis besuchten, gerieten wir in eine Demonstration. Da waren Hunderte von Leuten. Man merkte schon, dass etwas anders war, die Stimmung war aber nicht aggressiv“, schildert Maria Hilling den Besuch der tunesischen Hauptstadt. Bedroht gefühlt haben sich die Friesoyther in ihrem Urlaub nicht, ihr Urlaubsdomizil Mahdia liegt rund 180 Kilometer von Tunis entfernt.

„Man bekam im Fernsehen mit, dass es zu Tumulten gekommen war. Zumindest auf den deutschen Sendern im Hotel, die tunesischen Sender berichteten anfänglich kaum, man merkte, da gibt es Zensur“, so August Hilling.

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Wie es um die Stimmung im Lande bestellt war, bekamen die Friesoyther eher zufällig mit. So waren sie im Taxi unterwegs, der Fahrer sprach Deutsch. Als Maria Hilling eher beiläufig auf eines der im Lande zahlreich vertretenen Porträts des Präsidenten zu sprechen kam, sei der Fahrer sehr wütend geworden. „Man dachte sich aber nichts dabei“, so Maria Hilling.

„Eigentlich wollten wir eine Woche später hinfliegen. Im Nachhinein sind wir froh, rechtzeitig abgereist zu sein“, blickt Maria Hilling zurück.

Beide hoffen, dass jetzt in Tunesien schnell wieder Ruhe einkehrt. „Die Leute dort sind unglaublich freundlich. Wir wünschen ihnen das Beste“, so August Hilling. In Zukunft wollen beide das Land wieder besuchen.

Tim Gelewski Agentur Hanz / Redaktion Jever
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