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NWZonline.de Region Cloppenburg Kultur

Laienspielschar Markhausen Mit Neuem Stück: Bei dieser Familie läuft nicht alles rund

28.01.2020

Markhausen Ein äußerst vergnügliches Theatererlebnis mit der Laienspielschar Markhausen hatte das Publikum bei der Premiere von „Nix as Arger mit de Familie“. Die Senioren wurden bei der Premiere am Sonntagnachmittag im Dorfgemeinschaftshaus Zeugen, wie eine vermeintliche Leiche auf einmal höchst lebendig wird und lernen die „Macken“ der Geschwister Siemsen kennen.

Die Laiendarsteller sprühten nur so voll Spielfreude. Häufiger Szenenapplaus war den Akteuren sicher, die auch in kleinen Szenen mit Dialogen und witzigen Pointen das Publikum mitrissen. Gestik und Mimik forderten ebenso wie die Situationskomik immer wieder die Besucher bei Kaffee, Kuchen und leckeren Schnittchen zum lauten Lachen heraus. Es blieb kein Auge trocken.

Das Gerüst des Ensembles bildeten erfahrene Schauspieler mit mehr oder weniger langer Bühnenerfahrung, die ihre Rolle sicher und gekonnt spielten. Andre Koopmann gibt in der Komödie das „weiße Schaf“ der Familie Siemsen, bestehend aus vier Geschwistern, der endlich seine Traumfrau Doris Stüber (Evelyn Flatken) gefunden hat. Die Darstellerin feierte persönlich ihren 20. Geburtstag und erhielt dafür ein Ständchen vom Markhüser Publikum.

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Das Problem von Dirk Siemsen ist nur, seine beiden Brüder und eine Schwester seiner Verlobten vorzustellen. Da ist die von Petra Hinrichs gespielte Schwester Heidi, die nach einem Indienurlaub das Wasser für sich und ihre Kleidung scheut. Sie will ihre angeblich dort gewonnene „Aura“ als „Spökenkieker“ schützen. Stefan Hillen wiederum gibt den „gewieften“ Computerhacker Robert Siemsen, dem es mit seinem Geschick oft genug gelingt, sich ins Onlinesystem der Bundesregierung einzuloggen. Mit großer Sorge wird das von einem Mitarbeiter des Verfassungsschutzes Gerd Hinrichs (Norbert Sander) beobachtet, der zugleich Freund der Familie ist. Nicht gerade mit den besten Ideen ist Hubbi (Alfred Brand) gesegnet. Zudem hat er einen Sprachfehler und sorgt mit seiner Stotterei für Furore. Auch Kristin Raker gehört zur jungen Garde. Sie stottert als Freundin Antje Strauß und ist geistig etwas heller als Hubbi. Beteiligt sind auch die etwas neugierige Nachbarin und Hauseigentümerin Gertrud (Edith Willing-Hillen). In die Rolle der Nachbarin Christine Siebert schlüpft Heidrun Hinrichs. Der letzte Hauptdarsteller ist die vermeintliche Leiche, gespielt von Thomas Niehoff. Der Brüller bei diesem Stück ist, wenn Hubbi die „Leiche“ zum Gehen bringt, und die Turbulenzen sich ins Gnadenlose steigern. Lang anhaltender Beifall des Publikums war für die Akteure der Lohn für einen kurzweiligen Theaterabend. Der Applaus galt auch Regisseur Martin Bullermann sowie den Souffleusen Renate Suter und Irmgard Koopmann sowie den Bühnenbauern Werner Siemer, Josef Flatken und Stefan Müller. Weitere Vorstellungen sind am 7., 14. und 15. Februar jeweils um 19.30 Uhr und am 9. Februar bereits um 16 Uhr im Dorfgemeinschaftshaus.

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