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NWZonline.de Region Cloppenburg Kultur

Mischung, die in USA begeistert

29.10.2016

Garrel /Cloppenburg Schon der „Officer“ am Flughafen in Chicago hielt die „Hot Jazz Stompers“ für eine Profitruppe. Schließlich hatte der sich schon im Vorfeld über die einreisewilligen Musiker aus dem Landkreis Cloppenburg erkundigt und auf der Webseite vom Auftritt mit der Jazz-Größe Ack van Rooyen gelesen.

Es sollte nicht die einzige positive Rückmeldung bleiben, die die Musiker Günter Buschenlange und Sohn Jens (beide Garrel), Otto Nordiek, Joél Guzman, Michael von Klitzing, Vincent Dombrowski, Niklas Hüggelmeyer und Florian Graf bekommen sollten. Schließlich gaben sie mehr als ein Dutzend Konzerte auf der zweiwöchigen Tour.

Dem Sound und den Wurzeln des Jazz und Blues nachspüren: das begann im Chicagoer Jazzclub „Green Mill“, an dem Tisch, an dem schon Al Capone gesessen hatte, mit nahe liegender Fluchtmöglichkeit. Der Blues Highway führte die Musiker nach einigen Sightseeing-Stationen in Richtung Davenport. In German Valley gab die Combo ihr erstes Konzert.

Den Jazz nach Amerika bringen, ist das nicht Eulen nach Athen tragen? Für Günter Buschenlange macht den Stompers-Stil vor allem der besondere Mix aus. Traditionelle deutsche Trinklieder im Dixie-Style etwa oder umgekehrt Jazz-Standards mit plattdeutschen Texten. Das fand Anklang, selbst im Mutterland des Jazz: ausverkaufte Konzerte. Vielleicht auch ein Stückweit der Tatsache geschuldet, dass Freunde im Vorfeld Werbung gemacht hatten. In German Valley wohnen viele Nachfahren von Ostfriesen, die sogar noch plattdeutsch sprechen, berichtet Günter Buschenlange.

Jazz-Legende und Kornettist Bix Biderbecke, der aus Davenport stammt, huldigten die acht Musiker an dessen Grab mit einem Konzert – verfolgt von einem Fernsehteam des Senders CBS. Sänger Joél gab ein Interview. Ausverkauftes Haus und ausgelassene Stimmung beim Konzert im Village Theatre. In lauer Sommernacht folgte tags darauf ein Konzert im Lincoln-Park in DeWitt.

Gleich drei Abend hintereinander traten die Musiker in der Mark-Twain-Brauerei auf: Auftritte blieben US-Zeitungen nicht verborgen und sie berichteten. Gekommen war auch Bill Loppnow, den Günter Buschenlange von Plattdeutsch-Konferenzen kennt und der schon Garrel besucht hatte. Für das Konzert war dieser fast 1000 Kilometer gefahren.

Über St. Louis, dem Tor des Westens, ging es nach Nashville. Dort traf man Carla Gerding, die ein Buch über ihre Garreler Vorfahren geschrieben hatte und das demnächst auch in Garrel vorstellen wird. Die Jack Daniel’s Distillery in Lynchburg, Tennessee, wollte die Gruppe eigentlich nur besichtigen. Doch als sie fragten, ob sie nicht spielen dürften, gab es schließlich grünes Licht. Memphis, die Sun-Studios. Vor den Toren von Graceland zupften die Musiker die Saiten und erfreuten die Besucher.

In Clarksdale trafen sie die Sprecherin von Bernie Sanders, dem ehemaligen US-Präsidentschaftskandidaten. „Absolutes Highlight“: der Auftritt im „Ground Zero Blues Club“, den der Schauspieler Morgan Freeman betreibt. Als erste deutsche Band waren die „Stompers“ eingeladen, dort zu konzertieren. In Gretna spielten die Musiker im deutsch-amerikanischen Kulturzentrum – „unglaubliche Stimmung“. New Orleans, Abschluss in der „Wiege des Jazz“ mit einem Konzert in Fritzel’s European Jazz Pub. Eine Tour voller Höhepunkte. Einladungen für eine Wiederkehr 2017 gibt es bereits.

Reiner Kramer stv. Redaktionsleitung Friesoythe / Redaktion Münsterland
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