• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Region Cloppenburg Kultur

Lieder und Texte sollen bei Totengebet helfen

16.01.2019

Molbergen Wenn jemand stirbt, sei es Tradition, dass Menschen am Vorabend der Beerdigung zusammenkommen, um miteinander zu beten. „Aber das Beten hat in unserer Gesellschaft nicht immer einen festen Platz“, stellte der Liturgiekreis der Pfarrgemeinde St. Johannes Baptist in Molbergen fest.

Deshalb erarbeitete ein Team des Gremiums ein 124-seitiges Heft mit Gebeten, Liedern und Kreuzwegandachten. Darin finden sich auch Rosenkranzgebete und Lichterandachten für das Nachbarschaftsgebet.

„Nicht nur das Beten ist nicht mehr so fest verankert“, sagte Pfarrer Uwe Börner. Es hätten sich auch neue Formen des Nachbarschaftsgebets, wie die Lichterandacht, herausgebildet. Oft fiele es den Nachbarn schwer, in der Kürze der Zeit passendes Lied- und Textmaterial zu finden, erläuterte Börner. Er selbst war bei der Entstehung des Heftes als Berater tätig.

Das Totengebet geht auf das Urchristentum zurück. Noch im 20. Jahrhundert kam man an den drei Abenden vor der Beerdigung im Haus des Verstorbenen zusammen. Dort beteten, kniend im Kreis der Familie, Verwandte und Nachbarn. Mit dem Überführen des Leichnams in die Friedhofskapelle werde heute das Totengebet oft durch Vorbeter gestaltet, die eine Andacht mit den Gläubigen in der Kirche halten.

Der Molberger Liturgieausschuss wollte den Nachbarn für dieses Nachbarschaftsgebet Hilfen an die Hand geben. Denn in einigen Gemeindeteilen wird am Vorabend der Beerdigung der Rosenkranz gebetet, in Dwergte und Grönheim der Kreuzweg. „Wir wollten für die unterschiedlichen Traditionen Material zusammenstellen“, erzählen Maria Schrand und Andrea Niehaus. Deshalb haben sie in vielen Quellen gesucht, aber auch traditionelle Texte übernommen, wie die Grönheimer Kreuzwegandacht. So findet sich in dem Heft auch eine grafische Darstellung des Rosenkranzes und dazu alle nötigen Gebete. Zudem finden sich Lichter- und Kreuzwegandachten, die ebenfalls mit Erläuterungen versehen sind. Ein Liedanhang bietet die Möglichkeit, schnell dem Anlass gemäß Lieder zu finden.

Aufgelockert und passend illustriert ist das Büchlein mit zwölf Abbildungen – überwiegend Aufnahmen von Andreas Böhm – von Kreuz- oder Gottesmutterdarstellungen. Sie stammen aus den Kirchen in Peheim und Molbergen, den Kapellen Dwergte und Grönheim sowie dem Piuskreuz in Ermke und den Bildstöcken Schrand und Groll.

Das Heft soll in der Kirche verbleiben. Wer ein Exemplar benötigt, kann es sich im Pfarrhaus ausleihen. „Vielleicht können die in dem Heft zusammengestellten Lieder und Texte eine Hilfe sein, um in dieser besonderen Situation die richtigen Worte zu finden“, hoffen die Autoren vom Liturgiekreis.

Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.